Herrenhäuser Icebeer (4,6 %) seit ? aus Hannover in Niedersachsen:
Interessant gestaltete Flasche. Weiß, strukturiert, gut in Form. Auch das Label ist nicht ungelungen. Der Geruch ist sehr mild, malzig dominiert und rein. Der Schaum ist grandios. Den muss man besonders loben. Sehr fein, enorm standhaft, großes Volumen, toller Blickfang. Kräftige, vielversprechende Farbe. Der äußere Eindruck ist also schon mal prima.
" Ja! Endlich!
Ein cooles leckeres Bier, das man aus der Flasche trinken kann. Wie mexikanische Biere - nur weiß man hier, was drin ist, denn es ist nach dem Deutschen Reinheitsgebot gebraut.
Das ausgereifte Bier wird vor der Filtration auf etwa - 7°C heruntergekühlt.
Die Bitterstoffe hängen sich an die dadurch entstandenen feinen Eiskristalle. Diese werden dann zusammen mit der Hefe ausgefiltert.
Das Ergebnis ist ein besonders mildes, süffiges Bier ohne bitteren Nachgeschmack."

Ein sehr süffiges, mildes, bekömmliches Bier. Das Aroma ist malzlastig, nicht übermäßig vollmundig und tief, dafür sehr rein, klar und störungsfrei. Dazu ist es sehr mild. Gleichzeitig kann man die Süffigkeit nur loben. Was aber massiv stört, ist das metallische, eisenartige, das den Geschmack kurz nach dem Antrank erobert. Das trübt doch stark. Die ganze Milde und Cremigkeit, hier zeichnet sich vor allem das angenehme Wasser und die feine Kohlensäure verantwortlich. Tja. Was soll man das sagen? Eigentlich ein prima Bier. Aber dieser kalte, künstliche Beigeschmack macht vieles zunichte. Wäre das nicht vorhanden, hätte man mit dem Herrenhäuser eine sehr gelungene, süffige, malzige, milde Biereinheit. So geht zu viel flöten.
Der Genuss bleibt zwar auf gutem Niveau, überzeugt aber nicht hundertprozentig.
Fazit: Kann mehr
Wertung: + + + + (t 09/04)
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: Ja
Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt
Im Internet unter: www.herrenhaeuser.de
PS: Vielen Dank an Sascha Röhl von der Brauerei Herrenhausen für großzügige Zusendung der üppigen Bierprobe!