Herzog Wilhelm Hefeweizen dunkel (5,2 %) seit? aus Bochum in
Nordrhein-Westfalen:
Kräftige mahagonibraune Farbe mit trüber Ausstrahlung. Der
Schaum ist feinporig, baut aber wenig Volumen auf, der Stand ist gut.
Süßer röstmalziger Geruch mit Spuren von Honig, Harz
und Vanille. Der Duft wirkt schwer und mastig, sehr voll.
Das verdient Lob. Ein sog. No-Name-Produkt, das das eine oder andere
gestandene Weizen in den Schatten stellt. Viel Süße, viel
Malz, zuckrig volles Aroma, Vanille und harzig-honige Spuren. Neben
der dominanten Süße tritt noch eine holzige Bittere sowie
eine trockene röstmalzige Note hinzu und lässt das Ganze nicht
ausschweifen. Auch die zurückhaltende aber feine Hefenote sorgt
für Ausgleich. Gut abgemischt. Feines Wasser. Die Kohlensäure
gut in Schuss. Die Süffigkeit ist hoch. Und die Zutaten harmonieren
und bilden einen gestandenen Körper. Sicher teilweise etwas zu
intensiv und fast überdreht. Der Ausdruck ist wirklich überdurchschnittlich
hoch. Und manche werden vielleicht sagen, dass es übertrieben wirkt.
Andererseits tut sich hier richtig was in allen Mannschaftsteilen und
das ist sicher besser, vor allem, weil es wirklich negative Einflüsse
nicht gibt, als wenn das Bier seicht und lau vor sich hindümpelt.
Hier nicht. Hier gibt es Aroma satt. Nicht alles voll reif und hintergründig,
der Geschmack tritt etwas zu vehement auf und lässt Ruhe und solide
Tiefe etwas vermissen. Dennoch. Ich bleib dabei. Für eine Billigmarke
ist das richtig gut.
Fazit: Aroma satt
Wertung: + + + + [t 04/07]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: JA
Zutaten: Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hefe, Hopfenextrakt