Herzog Wilhelm Pils (4,9 %) seit ? aus Bochum in Nordrhein-Westfalen:
Dieselbe uns schon bekannte Ausstaffierung des Labels. Wechselnde Farben.
Ansonsten ein etwas gequält und gelangweilt drein blickender Herzog.
Der Schaum versprüht da schon mehr Leben. Wobei hier eindeutig
geschliffenere Exemplare im Pilssektor zu finden sind. Der Geruch hat
einen ungewöhnlichen leicht torfartigen Einschlag, daneben auch
eine blumigsüße Note. Klassicher Hopfen ist hier weniger
im Spiel als eine gute Milde und angenehme Wärme. Die Pilsbittere
sucht man aber vergebens. Farblich drückt sich dieses Bier durch
ein sattes Gelb aus.
Milder und anschmiegsamer Antrank. Sehr glatt, behutsam und abgerundet.
Der Hopfen hat zwar Ausdruck, dieser beschränkt sich jedoch allerdings
aus eine schwachtrockene und dezent angehopfte Note. Ansonsten hat hier
das Malz viel Dynamik und versüßt das Aroma dementsprechend.
Das mag zwar Pilsfans der klassischen Sorte nicht so richtig in Stimmung
bringen, aber für diejenigen, die einfach nur mal ein süffiges
und gut vollmundiges Bier ohne Ecken und Kanten dafür mit viel
Schwung trinken möchten und dabei nicht vor zu viele Komplikationen
gestellt werden möchten, die sind mit dem Herzog Wilhelm Pils auf
der sicheren Seite. Ordentlich weiches Wasser. Agile aber feine Kohlensäure.
Die Vollmundigkeit erreicht ähnlich gute Werte wie die rasante
Süffigkeit. Die Zutaten sind alle in guter Form und professionell
in Reih und Glied gebracht. Keiner schert aus, alles passt sich ein
ins Gesamtkonzept. Und das geht auf. Ein Supermarktbier der eindeutig
besseren Sorte. Wenig Geld. Viel Geschmack. Dieser platte Spruch greift
hier voll. Das vielleicht perfekte Ausweichbier. Mit PILS hat es zwar
nicht allzu viel zu tun, aber, wie gesagt, läuft ab wie geschnitten
Brot. Hier kann man bedenkenlos reichlich zugreifen.
Fazit: Geschnitten Brot
Wertung: + + + +* [t 03/07]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: JA
Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfenextrakt
PS: Hergestellt für die Help GmbH, Riemker Str.
75-87, 44809 Bochum