Hövels Das Original, Hövels Hausbrauerei Dortmund, frisch vom Faß, 5,5%, seit 1893


Hier habe ich ein rötlich hellbraunes Bier, das ganz prima aussieht. Ein fast perfekter Schaum obenauf, nicht superfest und superstandhaft aber gut anzusehen. Der Schaum fällt leicht zusammen, bleibt aber fein und cremig. Der Geruch ist malzig, aber welches der 4 Edelmalze sticht hervor? Eher noch das bayerische dunkle. Das Wasser hat einen guten niedrigen Härtegrad. Das Bier macht einen schön spritzigen und frischen Gesamteindruck. Nicht so ganz klare Linien aber eine angenehme leichte Frische.

Fazit: Nicht ganz klare Linien
Bewertung: + + + + [d 10/08]

Hövels Das Original, Hövels Hausbrauerei Dortmund, 0,5l Bügelverschlußflasche, 5,5%, seit 1893 "Feinherbes Rotgold gebraut mit 4 Edelmalzen"

Das Hövels aus der Flasche ist eindeutig karamel-lastiger. Und das gefällt mir normalerweis
besser so. Dafür ist der Schaum nicht so intensiv wie bei der Fass-Variante und ein wenig vermisse ich auch die kompromisslose Frische. Im Abgang kommt eine kleine leichte Bitterkeit. Dises Bier erscheint insgesamt aber auch so nicht perfekt ausgewogen wie das gleiche frisch vom Fass gezapft.

Fazit: Frisch isses besser
Bewertung: + + + - [d 10/08]

P.S. Zur Frage Juri, Gästebucheintrag #615: Hövels ist das Original. Auf dem Hövelhof in Dortmund bekommst Du neben diesem Dortmunder Zwickelbier und Saisonbiere (in kleineren Mengen gebraute wechselnde Spezialitäten) ausschließlich vom Faß und nur dort. Schau auch mal bei http://www.hoevels-hausbrauerei.de nach.) Das Hövels Original in Flaschen gibt es in vielen Getränkemärkten in ganz Deutschland. Aber wie gerade gesagt, frisch isses besser!

Hövels Original Feinherbes Rotgold (5,5 %) seit 1893 aus Dortmund in Nordrhein-Westfalen:


Also eine schmucke Flasche ist das schon. Sei es die Form, seien es die farblich geschmackvoll gehaltenen und edel wirkenden Aufkleber, sei es der Bügelverschluss. Sehr edel. Dem steht der Schaum in nichts nach. Sehr feingliedrig und elegant sucht er sich gleichmäßig den Weg nach oben. Cremig. Gewandtes Beige. Hehrer Stand. Feinste Poren. Absolut tolles Bild. Ebenso die Farbe. Rotgold trifft es meines Erachtens zwar nicht ganz. Aber helles, Braun edler Hölzer. Der röstmalzige Geruch ist mit feinen Bitterstoffen angereichert und wirkt asketisch und elegant zugleich.
Das Malz steht sicher im Vordergrund und besticht durch eine Spielfreude und Filigranität, dass einem nicht nur die Geschmacksknospen aufgehen sondern auch das Herz. Schattierungen verschiedener Edelmalze erzeugen ein facettiertes, klar umrissenes und gut aufeinander abgestimmtes Geschmacksbild. Erst recht, wenn man die feinbittere Hopfenkomponente noch mit ins Fazit bringt. Ein sehr schlankes, trockenes, leicht erdiges und mit klaren, kurzen aber ausdrucksstarken Bitterstoffen verfeinertes Bier mit elegantem Auftreten. Es gibt beeindruckende Schwenke zwischen röstmalzig-erding-trocken und engagiert-feinbitter. In geschmeidigen und gleichmäßigen Wellen werden die Aromen aktiv. Mal malzig-trocken und gerstig-frisch. Malz betont hopfig, leicht an englischen Hopfen erinnernd. Ein sehr klares Bild. Der Geschmack liegt eindeutig und greifbar vor einem und ist auf Liebhaber malz-trockener und aktivbitterer Biere abgestimmt. Das Wasser ist sicher nicht ultraweich. Aber durch die Klarheit des Aromas und die Seidigkeit der Kohlensäure entsteht ein hoher Süffigkeitsfaktor. Richtig vollmundig ist dieses Gebräu nicht. Es wirkt eher schlank, asketisch, edel und in seiner Herbe fast aristokratisch. Angenehm auch die gleichmäßige Ausbreitung der Aromen, die fast übergangslos und harmonisch ineinander greifen. Sicher nicht überaus weich an sich. Dafür aber in seiner scharfen Umrissenheit beeindruckend gut strukturiert. Kein Bier für die Trinkhalle. Das ist eher etwas für den festlichen Rahmen.
„Hövels Original verführt die Sinne. Eine einzigartige Komposition aus vier verschiedenen Edelmalzen und das über lieferte Maisverfahren von 1893 lassen ein Bier entstehen, das einesgleichen sucht – rotgolden und charakterstisch im Geschmack. Genießen Sie diese Spezialität am besten bei 7° bis 9°."

Fazit: Aristokratisches Bier
Wertung: + + + + + [t 10/07]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: JA
Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfenextrakt