Husumer Brauhaus Weizen seit 1991 aus Schleswig-Holstein: Extrem fruchtiger Geruch: Neben Zitrone findet man noch Banane und viel Hefe. Die Farbe ist golden-kupfern und der Schaum ordentlich. Ist der Geruch noch recht harmonisch und voller Ausdruck, so enttäuscht das Aroma. Sehr ungeordnet und auch säuerlich, vor allem im Abgang. Dem Geschmack fehlt es an Harmonie und Gleichklang. Dieses Weizen wirkt ruppig und ungestüm. Zwar ist es sehr frisch und spritzig und auch eine ordentliche Süffigkeit (gute Kohlensäure!) kann man ihm nicht absprechen. Aber konzentriert man sich rein auf das Aroma, so überzeugt das Husumer nicht wirklich. Das liegt hoffentlich nicht an der Haltbarkeit. Denn laut Etikett ist es mindestens 7 Tage haltbar. Heute ist der achte Tag seit meiner Reise durch den Norden vergangen. Das kanns ja wohl nicht sein. Vielmehr scheint es, als dass dieses Weizen bei den Zutaten nicht die glücklichsten Rohstoffe zum Inhalt hat. Die Hefe wirkt irgendwie unausgereift. Wie überhaupt das ganze Bier sehr forsch, jung und hastig wirkt. Man hat zwar jederzeit den Eindruck, etwas handgemachtes und unkommerzielles zu trinken. Aber beim Weizen fehlt im Gegensatz zum Pils und Dunklen der letzte Schliff. Vor allem dieser herb-säuerliche Ton im letzten Drittel stutzen den Genuß ziemlich zusammen. Das korkige und hefige wirken unausgereift und harmonieren schwerfällig.
Fazit: Wenig Gleichklang
Wertung: + + + (t 03/03)
Im Internet unter www.husums-brauhaus.de