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| Kärrner’s Weisse
(5,0%) seit 1988 aus Bad Orb in Hessen: Sehr sahniger Schaum. Extrem feinporig. Dazu ein vorzüglicher Stand und maßgebliches Volumen. Man könnte auch sagen: perfekt. Die Farbe ist trüb und mittelbraun mit orange-kupfernen Aufhellungen. Auch das sieht nicht nur gut aus sondern macht Lust auf Bier. Ein Duft nach Orange steigt zuerst in die Nase. Als nächstes eine sehr süße malzige Note. Die Hefe lässt nicht lange auf sich warten und tritt selbstbewusst und markant ins Bild. Der Hopfen spielt eine eher untergeordnete Rolle, gibt aber dennoch seinen Teil hinzu, vordergründig eine zurückhaltend-straffe Bittere. Gerstig. Leicht bananenfruchtig. Auf jeden Fall ist das hier eine abwechslungsreiche Sache. Keine Frage: ein Bier aus einer Hausbrauerei. Es atmet die Atmosphäre, die nur dort zu finden ist, wo noch handwerkliches Können auf Herzblut und Enthusiasmus treffen. Frische und qualitativ hochwertige Zutaten. Frisches, weiches Brauwasser. Raum zum Atmen. Eine individuell geprägte Umsetzung des Brauereigedankens. Ein Aroma, das vor Intensität und Eigenheiten strotzt. Die Hefe hat sehr viel Fahrt und Spielraum. Sie wirkt kernig und handfest, hat einen nicht zu mehligen Charakter. Die Gerste verleiht dem Weizen Weite, Tiefe, Vollmundigkeit, eine süße wie kräftige Basis, etwas sehr Wohliges. Spuren von Karamell und Honig sind zu finden. Der Hopfen steuert im Zusammenspiel mit dem Malz eine fruchtige, bananenartige Note hinzu, die auflockernd und farbenfroh wirkt. Gleichzeitig verströmt er beruhigende und schlanke Bitterstoffe. Der Geschmack liegt klar und transparent auf der Zunge angereichert mit all den Aromen, die vom Antrank her sanft und langsam anrollen, um dann stärker und intensiver zu werden, um in einem kompakten und dynamischen Finish ihre Krönung zu finden. Interessant auch die wiesenblumigen Nuancen, die dem Hopfen zuzuschreiben sind. Zum einen wirken sie leicht grasig und sehr frisch, zum anderen einfach blumig-süß und ansatzweise parfümartig. Insgesamt ein klar strukturiertes und sehr klar wirkendes Bier voller Transparenz und Reinheit. Das Wasser kann man nur loben. Schwach holzige bis papierähnliche Noten, die heimelig wirken, sind noch zu erwähnen. Auch etwas entfernt Bitterlikörähnliches sowie feine Korkspuren sowie ein wenig Weißweinähnliches, helle Trauben, ein Hauch Sekt. Ein Weizen mit breitem Spektrum und uriger Ausstrahlung. Dass es aus einer familiären Brauerei kommt, spürt man sofort. Dass es dazu auch noch gut schmeckt, rundet sich Sache willkommen und gekonnt ab. Herzhaft-süffig, aromatisch, vollmundig, eigen. Macht mächtig Spaß, dieses Bier zu trinken. „Zur Herstellung unserer Biere verwenden wir ausschließlich sorgfältig ausgewählte Rohstoffe erster Qualität. Bestes Malz, feinster Aromahopfen und das weiche Bad Orber Wasser bilden die Grundlage für die Qualität unserer Biere. Um den vollen Biergenuss zu bieten, verzichten wir auf Filtration. Wertvolle Inhaltsstoffe wie Vitamine, Mineralien und Spurenelemente bleiben voll erhalten.“ Fazit: Von Natur aus gut Wertung: + + + + +* [t 05/07] Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: JA Zutaten: Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe Im Internet: www.kaerrners.de |
| Kärrners Hefe Weizen
Hell seit 1988 aus Bad Orb in Hessen: In
Bad Orb findet sich am Rande des Kurparks ein Brauhaus, das 1988 seine Tore
öffnete und seitdem sein eigenes Bier braut. Die Einrichtung ist gemütlich,
die Leute nett und vor allem im Sommer, wenn der Biergarten geöffnet ist,
kann man in nette Atmospähre ein selbstgebrautes Kärrners genießen. Das
rostig-kupfern-farbene (sieht aus wie Godi!) Weizen mit einer beachtenswerten
Schaumkrone ist ein sehr frisches und lebendiges Bier mit einem fruchtigen
Grundton aber auch der nötigen Herbe. Man schmeckt die feine Hefe gut heraus.
Das Weizen ist gut ausbalanciert und reich an Aroma. Dazu ist es ausgewogen
und vollmundig, kernig und handfest. Aber auch sanft und bekömmlich. Vor
allem der Hefegeschmack bewegt sich auf allerhöchstem Niveau. Das hat was
wirklich weiches, cremiges und ausdrucksstarkes. Das muß man loben. Doch
gutes, süffiges, aromareiches Bier. Man schmeckt die Mühe der Brauer heraus.
Einzig im Abgang gibt es was zu kritisieren. Dort macht sich schleichend
etwas säuerliches breit, dass diesem Weizen zum Schluß hin die Harmonie
raubt. Es bleibt zwar lange frisch und süffig, aber dieser unrunde Ton im
Finish nimmt ihm ein wenig den Wind aus den Segeln. Trotzdem ein richtig
gutes Bier. Fazit: Sieht aus wie Godi Wertung: + + + + + (alex & tom 08/02) |