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| König Pilsener (4,9 %) seit ? aus Duisburg-Beek
in Nordrhein-Westfalen: So. Damit das ewige Rumgenöle endlich mal ein Ende findet, werden jetzt nach und nach die Massenbiere unter die Lupe genommen. Zugegebenermaßen sind die meisten Tests nicht wirklich ernst zunehmen, weil noch aus der Anfangszeit stammen. Damals wurde meist mehr rumgeulkt bei den Testabenden als ernsthaft verköstig. War zwar superlustig, die Quittung kriegen wir jetzt. Immer öfter beschwert sich jemand, dass irgendein Fernsehbier viel zu gut oder viel zu schlecht oder sonst wie getestet wurde. Drum nun das Ganze noch mal. Hier ein Dreierdirekttest mit Bitburger (3) und Warsteiner (1). Die Voraussetzungen sind absolut identisch. Gleiche Gläser. Gleich sauber. Gleiche Temperatur. Gleicher Einschankwinkel. UND! Die Sache wird blind getestet. Die Gläser unten markiert und von einer neutralen Person dann vertauscht. Die Tests werden auf neutralem Papier gemacht und anschließend dem entsprechenden Bier zugeordnet. So. Und wer dann noch rummeckert, den soll der Bierteufel holen. Bei diesem ist der Schaum weniger gut ausgeprägt als bei Bier Nr. 1, bewegt sich auf ähnlichem Niveau wie 3. Hier wirkt der Hopfen agiler als bei Nr. 1, hat aber einen leichten etwas künstlichen Einschlag, der an Metall denken lässt. Allerdings wird hier etwas mehr Schwung geboten. Bei allen dreien muss man klar sagen, dass die Intensität und der Ausdruck des Geruchs relativ unspektakulär sind. 1 hat den höchsten Hopfenanteil. 2 wirkt am lauesten und etwas belastet. 3 ist am schwungvollsten und facettenreichsten. Die Farbe ist bei 1 und 2 recht hell. 3 hat den dunkelsten Schimmer. Trotzdem kann man alle drei in einen Sack stopfen. Die nehmen sich da nicht viel. Weicher als 1. Der Hopfen überraschend prägnant. Allerdings wirkt das Aroma etwas langweilig und eintönig. Wenig improvisierend, hier wird eindeutig und unaufmüpfig nach Schema F gearbeitet. Hier ist die Kohlensäure am aktivsten, wirkt aber recht fein und sanft perlend. Der Geschmack ist recht konservativ ausgeprägt, wirkt etwas zu trocken, hat keine Überraschungen im Programm. 2 hat den agileren Abgang, hier tut sich auch im letzten Drittel noch etwas, dem Hopfen geht später die Puste aus. Tja. Man kann behaupten, 1 und 2 stehen auf einer Stufe. Mehr sogar, ich stelle fest, dass ein Unterschied zwischen diesen beiden Pilsken eigentlich nicht existiert und es würde mich fast nicht wundern, wenn diese beiden Kontrahenten letztendlich aus dem gleichen Kessel stammten. Etwas einerlei. Wenig Phantasie und Mut. Hier wird eindeutig dem Mainstream gefrönt. Individuellen Anmaßungen wird der Riegel vorgeschoben. Verglichen mit kleinbrauereilichen Pilsbieren fehlt hier das Leben, der Schwung, der Mut, die Natürlichkeit. Diese Biere hier wirken doch arg in ein Korsett gepresst. Sie wirken neutral, berechnet, vorhersehbar. Nichtsdestotrotz sind dies Biere, die man bedenkenlos trinken kann, weil sie keinerlei negativen Geschmacksmomente aufweisen. Diese sind, wie auch leider teilweise auch die positiven, gnadenlos ausgemerzt worden. Ist das Braukunst? - - Um ehrlich zu sein. Keines dieser Biere schmeckt mir. Ist wirklich enttäuschend, und ich bin tierisch gespannt, welches Bier in welchem Glas steckt, obwohl’s egal ist, weil alle gleich schmecken, dennoch möchte ich sie gleich beim Namen beschimpfen. Echt bitter. Vor allem, wenn man die Möglichkeit hat, dieses Bier mit einem WIRKLICH guten Pils zu vergleichen. Keine Chance. Fazit: Wiederholungsmassentest Wertung: + + + - [t 05/06] Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: JA Inhaltsstoffe: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen Im Internet unter: www.koenig.de GESAMTFAZIT: Nach diesem konzentriert durchgeführten Massentest (Warsteiner, Bitburger, Jever, Hasseröder, Eders, König Pilsener, Veltins, Wernesgrüner) von Massenbieren kann nun eindeutig festgestellt werden, dass die ursprünglichen und teilweise allerersten Bewertung dieser Pilsbiere eine eindeutig zu hohe Wertung zugrunde gelegt wurde, weil Erfahrung fehlte. Heute kann man sagen, diese Sorten sind zwar mehr oder weniger keimfrei, aber in Sachen Impulsivität, Abwechslung, Spannung und Farbenfreude kommen sie an wirklich gute nicht heran. Eine Ausnahme bildet das Jever. Hier hat man am ehesten das Gefühl ein Bier mit Charakter vor sich zu haben. Drum auch die (etwas wackelige) 5. Ansonsten wirken die Biere platt, vorhersehbar, eingezwängt, wenig phantasievoll, glatt geschmirgelt. Dennoch kann man sie trinken und vielleicht sind sie ja genau deshalb so beliebt geworden: man muss sich nicht viel Gedanken machen und schon gar nicht anstrengen beim Trinken. Man kann sie einfach rein laufen lassen. Mehr oder weniger gut. |
| König Pilsener (4,9 %) seit ? aus Duisburg-Beeck
in Nordrhein-Westfalen: Vergleichstest mit Thurn & Taxis Pilsener Regensburg. Der erste Test des KöPi stammt aus der absoluten Gründerzeit der Seite und ist in einigen Teilen nicht wirklich ernst zu nehmen. Drum hier endlich der Re-Test von dem überall bekannten und vor allem vom Fass gerne getrunkenen Kultbier. Die Schaumbildung bei beiden zufriedenstellend, wobei das König eine feinere Konsistenz aufweist. Der Stand ist ausgeglichen gut bis sehr gut. Der Geruch ist beim KöPi deutlich milder und reiner sowie unaufdringlicher. Der Geschmack ist hier eindeutig auf mild und bekömmlich ausgelegt. Und das ist den Braumeistern auch gelungen. Eine sehr feine Kohlensäure sowie ein beachtlich weiches Wasser entfachen eine brachiale Süffigkeit. Was man aber etwas vermisst, das ist die Tiefe und Intensität des Aromas. Da hat das T&T etwas mehr zu bieten, vergisst dabei aber etwas die Harmonie zu pflegen. Das KöPi weist deutlich mehr Hopfenanteile auf und wird viel glatter als der bayerische. Wie überhaupt die Stärke dieses Duisburger Bieres eindeutig in seinem wundervollen Geradeauslauf, in seiner runden und glatten Erscheinung. Es erreicht eine Süffigkeit, die ist beachtlich. Hier stellt sich absolut nichts in den Weg, fast könnte man meinen, die Jungs hätten etwas mit eingeschmuggelt, dass dem Trinker das Trinken aufzwingt. Herrlich süffig. Herrlich unkompliziert und unanstrengend. Kritik muss es aber in Sachen Aromabandbreite gefallen lassen. Hier wirkt es etwas unterkühlt und defensiv eingestellt. Da hat das Regensburger mehr Schwung. Trotzdem muss man eindeutig feststellen, das KöPi ist das bessere weil süffigere und glattere Bier. Das ist den Duisburgern wirklich gelungen. Auf jeden Fall egal wo man ist eine sichere Bank. Ein KöPi vom Fass und der Abend ist gerettet. Ein KöPi vom Fass und das lahme Geschäftsessen nimmt Form an. Da kann man blind zugreifen. Für mich unter den Massenbiere ganz klar eines der Besten und sehr weit vorne. Fazit: Das König unter den Bieren Wertung: + + + + - (06/05) Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: JA Inhaltsstoffe: Wasser, Malz, Hopfen |
| König Pilsener. Das König der Biere.
Gebraut in der König-Brauerei in Duisburg (4,9%): KöPi.
- - Wer hat folgenden kurzen Satz nicht schon viele Male ausgesprochen:
"Bitte noch ein KöPi!!" Jo. Das KöPi.
Was schmeckt das gut. Wenn es nur nicht in Duisburg gebraut worden würde.
Das irritiert. Duisburg. Ruhrpott. Meiderich. Dreck. Hochöfen. Größter
Binnenhafen Europas. Industrie. Bergwerk. Kohle. Und dann KöPi!!?
Das paßt doch irgendwie nicht! Und doch prämiert es auf vielen
Wettbewerben. Auch internationalen. Gerade dort räumt die Brühe
ab ohne Ende. KöPi. Königliches Premium-Pilsner: "Wasser,
Malz, Hopfen". - - Der Geschmack ist ein Erlebnis. Man muß
den Pottbrüdern ein Kompliment machen. Ein echtes und großes.
KöPi. Wie machen die das? Ein völlig smoother Geschmack.
Ausgewogen, weich, zart, und doch griffig mit vollem Charakter. Der Schaum
cremig-fein. Der Abgang ruft einem zu: "Bestell' gleich noch eines!
Es wird mindestens genauso gut schmecken!! Nein. Noch besser. Los. Beweg
Deinen Arsch!! - - - Bitte! Herr Ober. Noch ein KöPi!!"
Und schon fließt willig der Hahn. KöPi. Dieses Bier ist
eine Komposition; beinahe vollendet. In Duisburg müßte man wohnen.
Nahe der König-Brauerei Duisburg-Beck. Das wäre schön. Eine
ergiebige Quelle frohen Lebens. Ein Schoß feinen Daseins. Eine erfrischender
Bronn jeden Tag. - - Leider können die Duisburger nicht mehr kicken.
- Aber das kann man dann um so mehr im Blonden ertränken. Den Frust.
Vielleicht klappt's ja beim nächsten Mal... KöPi. Prädikat: KöPi. Weltklassebier aus'm Ruhrpott. Leider kein Geheimtipp mehr, sondern mittlerweile Weltweiteskommerzaggregatbierkonsumapparatmodulköpi. Trotzdem ist die Kehle ständig feucht und die Zunge schnappt immerfort nach dem Rand des Kelches. Wertung: + + + + + - (tom) |