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| Köstritzer Edel Pils, Seit 1543, Köstritzer Schwarzbierbrauerei
Bad Köstritz, Thüringen, Seit 1543, Alc.:4,8%vol, 0,5l Mehrwegflasche Der Erste Eindruck: leicht, hopfenbitter, gefällig. Gute Schaumentwicklung auf der gerstenhellen Flüssigkeit. Ein Anblick, den man gerne sieht. Der Geruch ist Brauhaus, Hopfen und eine feine Bitternote. Die Bitterkeit des Hopfens ist deutlich im Antrank, verliert sich in der Mitte und läßt der Kohlensäure und dem Malz einen gehörigen Spielraum. Im Abgang mischt der Hopfen wieder mit, es ist eben ein Pils. Und das ist gut so. Fazit: Hopfenherb und immer frisch Reinheitsgebot: Ja Bewertung: + + + + (D 12/04) |
| Köstritzer Edel Pils (4,8%) seit 1543 aus Bad
Köstritz in Thüringen: Jeder kennt das Schwarze. Das
angeblich beliebteste Dunkle Deutschlands. Aber dass die auch Pils brauen,
das ist sicher nicht so bekannt. Aber nur eine Sorte wäre auch zu langweilig.
Für ein Pils ist es zwar herb genug. Aber auch das Malz ist betont,
auch im Geruch. Jedoch bewegt sich das Aroma auf einer Ebene, die nicht
gerade vor Tiefe und Ausdruckskraft trotzt. Man vermißt irgendwie
den Durchbruch. Das Köstritzer Pils plätschert so vor sich hin.
Zwar süffig und bekömmlich, jedoch nicht sehr überraschend
und selbstbewußt. Ein wenig langweilig könnte man es auch nennen.
Ziemlich abgeschliffen und gerundet das ganze. Mehr Ecken und Kanten wären
Gold wert. Denn so, wie sich das Köstritzer Edel Pils präsentiert,
könnte man meinen, die Braumeister würden versuchen, ja kein Risiko
einzugehen, nur keinen Schritt zu weit zu machen. Sicher. Man kann ihm eigentlich
keine üblen Aromen oder Geschmäcker andichten. Alles läuft
glatt, rund und reibungslos. Sicher gibt es eine ganze Schar Biertrinker,
die auf dieses Pils schwören: „Schmeckt total gut. Läuft
runter wie eine Eins. Kannste trinken wie Wasser.“ Und genau das ist
es. Man kann es tatsächlich trinken wie Wasser. Es sind zwar klar edle
Ansätze und feine Rohstoffe zu erkennen. Aber diesen wird die wahre
Entfaltung nicht gewährt. Lecker zu trinken. Aber ein Eindruck bleibt
nicht haften. Man hat das Glas leer und weiß schon gar nicht mehr,
wie es geschmeckt hat. Guter Schaum. Herbe Note, mit leicht malzigem versetzt...
tja war da sonst noch etwas...? Eigentlich sehr schade. Denn, wie gesagt,
gut Ansätze sind absolut vorhanden. Und so bekommt es auch nicht die
geplante 3,5 sondern die 4. In der Hoffnung, die Jungs in Bad Köstritz
Springen in Zukunft etwas über ihren Schatten. - - - OK. Nach den letzten
Schlücken und mehreren vergangenen Minuten kann ich diesem Pils doch
nur eine 3,5 geben. Man muß ja objektiv sein. Und das Morland
Old Speckled Hen Strong Ale aus Bury St. Edmunds in England von vorhin
war Welten besser! Fazit: Mehr Mut Männer Wertung: + + + + (t 01/03) |