Kapplerbräu Probst Sutor Märzen (5,5 %) seit ? aus Altomünster
in Bayern:
Der kräftige und kernige Geruch nach Malz und etwas Holzigem erzeugt
Vorfreude auf den ersten Schluck. Der Schaum ist nicht die Krönung
der Kunst. Vor allem bricht er etwas rasch weg. Ein Zeichen, dass der
Hopfen eher sparsam eingesetzt wurde?! Die Farbe ist dunkelgelb, hat
einen leicht orangenen Schimmer.
Das Aroma ist klar vom Malz bestimmt. Allerdings taucht auch etwas trockenes
auf, das dem Geschmack etwas die Fahrt nimmt. Überhaupt fehlt diesem
Märzen etwas die Lebendigkeit und Wärme. Das Aroma wirkt etwas
steif. So urig die Flasche von Außen ausschaut, der Probst schaut
grimmig-entschlossen in die Kamera, der Inhalt weiß nicht voll
zu überzeugen. Es könnte tiefer und vollmundiger sein. Auch
die Harmonie und Süffigkeit sind nicht perfekt ausgeprägt.
Das Wasser ist OK, die Kohlensäure zu aktiv. Der Geschmack will
sich einfach nicht richtig entfalten. Die Harmonie der Zutaten hakelt,
auch der Ausdruck der einzelnen Komponenten wäre zu steigern.
„Probst Sutor war der letzte amtierende Probst des Augustiner
Chorherren Stifts zu Indersdorf (1780 – 1783) und stammte aus
dem Indersdorfer Ortsteil Glonn. Probst Sutor war maßgeblich am
Ausbau der Klosterbrauerei beteiligt und führte sie während
seiner Amtszeit zu einer noch nie da gewesenen Blüte. Dieses Märzen
wird nach einer Originalrezeptur der Klosterbrauerei Indersdorf in deren
Auftrag von der Kapplerbräu gebraut und abgefüllt.“
Wirkliche Begeisterung ruft das Bier nicht hervor. Es wirkt zu hart
und steif. Keines, dass durch grandiose Süffigkeit, Milde oder
Geschmackstiefe glänzt. Das Malz ist nicht malzig genug, der Hopfen
gibt dem ganzen einen belegten Hauch. Man hat das Gefühl, hier
würde noch mehr Potential im Märzen schlummern.
Fazit: Potentialmärzen
Wertung: + + + (t 02/05)
Zutaten: Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: Ja