Kirner Pils (4,8 %) Kirner Privatbrauerei Ph. & C Andres seit 1798 aus Kirn in Rheinland-Pfalz:
Sehr sprudelige Vorstellung beim Einschank. Der Schaum macht eine nicht gerade glückliche Figur. Breitmaschig. Sofort in sich zusammen fallend. Enttäuschend. Spritziger Geruch nach eher citrus-säuerlichem Hopfen. Eine entfernte gerstige und wärmere Note ist auch auszumachen. Helle Farbe, klar.
Überraschend viel Malz im Antrank. Enorm viel Malz. Eigentlich viel zu viel Malz. Im ersten Moment zwar spritzig, ab der Mitte aber etwas dumpf und schwer, der Abgang wirkt recht starr und irgendwie viel zu malzig. Nicht richtig süß, dennoch gerstig. Schwer zu beschreiben. Das Aroma auf jeden Fall nicht entspannt genug. Die Kohlensäure zu sprudelig und aufdringlich, es völlt enorm, pumpt regelrecht auf. Das gibt starke, harte Vertikalwinde. Tja. Schwierige Sache. Nicht leicht zu beschreiben. Zu Beginn auf jeden Fall sehr ungewöhnlich und für ein Pils, ich sagte es schon, nicht stramm genug durchgehopft.
„Erleben Sie den Genuss eines feinherben und herzhaft frischen Spitzenpilsener der Premiumklasse.“
Das hört sich ja richtig gut an. Das Ergebnis hinkt den schönen Worten aber doch etwas hinterher. Nicht geschlossen genug. Und die Kohlensäure zu aktiv. Da hat das Aroma wenige Chancen, um sich in die richtige Position zu bringen. Der Hopfen wirkt süßlich, malzangelehnt. Nur eine leichte Blumigkeit deutet wirklich darauf hin. Ansonsten gibt eher das Heuartige den Ton an. Die Vollmundigkeit im Mittelteil gut. Und je länger man dieses Bier trinkt und umso mehr man sich vom pilsureigenen Grundgedanken löst, desto besser schmeckt es dann.
Fazit: Spätstarter
Wertung: + + + + [t 02/07]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: JA
Zutaten: Wasser, Malz, Hopfen, Hopfenextrakt
Im Internet unter: www.kirner.de
PS: Vielen Dank an Markus J. für die Zusendung dieses Bieres.

Kirner Pils (4,8%): Sehr helle Farbe. Doch als Remedium mehr als willkommen. Eigentlich bräuchte ich jetzt Salpetersäure um meinen Mund wieder klar zu kriegen. Nach diesem Dampfhammer von Schloss Eggenberg aus Österreich. Die haben mich auf den Boden der Tatsachen zurück geholt. Respekt. Ich sag nie mehr was. Da hilft nur noch ein frisches Pils und Kyuss. -.- Ein wenig flach und langweilig im Geschmack. Aber nur am Rande. Vielleicht auch nicht kühl genug. Hinter der Kulisse entdeckt man aber durchaus Pilsqualitäten. -.- Das Outfit nicht so mein Geschmack. Diese vertikal verlaufenden Streifen; die sieht man oft. Was sollen die? Welchen Apperzeptionen sollen die suggerieren? Da haben sich doch die Gestalter was dabei gedacht. Soll es einem vorgaukeln, dass man auch nach 10 Einheiten noch gerade Stehen kann? Man. Wenn ich so die Wüstensöhne rocken höre; weshalb können die sich so einfach auflösen? Auch wenn es schon wieder über 5 Jahre her sind. Gibt es da nicht irgendeine Aufsichtsbehörde, die so etwa verbietet? Und dieses Jahr fahre ich nach Sky Valley. Mojave. Coyotes. Burning bushes. Silence. Heat. Kyuss. Das ist geritzt. Angeblich war das, was die Jungs auf Tour am meisten vermißt haben, der Sand in der Pasta. Holy sands. Aber zurück zum Bier. Kirner Pils. "Erleben Sie den Genuß eines feinherben und herzhaft frischen Spitzenpilseners der Premiumklasse. Auf Ihr Wohl!" Guter Spruch. Und gutes Bier. Schmeckt nicht schlecht. Pilsig. Frisch. Herb. Belebend. Nach diesem Austria-Bier-Amboß auch bitter nötig.
Fazit: Remedium Kirnerium
Wertung: + + + + - (t 06/01)