Klausner Pils (5,0 %) seit 1990 aus Chemnitz in Sachsen:


Das Pastellgelb macht sich gut mit dem Gold und dem Schwarz. Der Hopfen ist dezent und zurückhaltend, hat eine leicht bohnenartige Note, wirkt in sich geschlossen. Der Schaum hat ein gutes Volumen und feine Poren, der Stand hingegen ist nicht perfekt. Farblich präsentiert es sich recht dunkel.
Ein leicht röstiger, gebrannter, entfernt holzkohleartiger Ansatz überrascht. Ungewöhnlich aber in der Ausstrahlung nicht uninteressante Note. Leider hat der Geschmack vor allem im Mittelteil etwas leicht Beißendes. Danach reguliert sich die Sache aber wieder und findet in einem anregend hopfigen aber auch etwas wirren Schlussteil ihr Ende. Ein aufgewecktes Bier, das sich eine gewisse Mühe gibt. Aber eine rechte Einheit wird der Geschmack nicht. Vor allem das Malz wirkt hakelig, und auch der Hopfen neigt nicht gerade dazu, Wohligkeit zu erzeugen. Dieses Bier erscheint, als wäre es noch nicht ganz ausgereift. Die Zutaten zeigen Engagement, ihnen fehlt aber die nötige Ausgewogenheit. Der Geschmack hat zu viele Härten und Kanten. Darauf könnte man das Ergebnis vielleicht reduzieren: prinzipiell ein Bier mit Vorwärtsdrang, die Umsetzung ist aber technisch noch nicht ausgereift. Nicht ruhig und mild genug. Aber auch der Hopfenausdruck ist nicht raffiniert genug. In der Summe höchstens guter Durchschnitt.

Fazit: Technische Mängel
Wertung: + + +* [01/07]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: Ja
Inhaltsstoffe: Quellwasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt

Klausner Pils, Klausner Getränke- u. Vertriebs GmbH Chemnitz, 09123 Chemnitz-Einsiedel, Sachsen, 5,0 % vol., 0,5l Mehrwegflasche:


Bis heute hatte ich noch nie von diesem Bier gehört. Klausner aus Chemnitz - drei Fragezeichen.
Ein alter Herr mir großem Bart schmückt das schlicht-antike Etikett wie ein Firmenlogo. Da bin ich nun aber neugierig. Der Schaum entwickelt sich gut, feinporig und recht standhaft. Die Farbe ist auch OK, goldgelb, wie es sich für ein Standard-Pils gehört. Geruchlich unbestimmt bis neutral, mild und ausdruckslos. Geschmacklich wird's von einem ins Bittere neigenden Malz bestimmt, ein herbes bis bitteres Malz, nicht besonders aufdringlich aber herb. Da kommt keine Spur Süß in die Tüte (oder das Glas). Die Kohlensäure und das Wasser bleiben im Hintergrund, recht munter perlend aber geschmacklich nicht relevant. Herber, kurzer Hopfenabgang. Obwohl Klausner nach Aussage des Getränkehändlers eher zu den "Billigmarkt-Bieren" gehört, kann man es ohne Gefahr trinken. Der Gesamteindruck: für ein Pils muß es nicht so extrem herb sein, das ganze schwimmt noch dazu oben auf dem Wasser - trinkbar ja, neigt nicht zu Höhenflügen.

Fazit: Pils ohne Höhenflüge!
Zutaten: Quellwasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt
Bewertung: + + + (D 01/05)