Kummert-Bräu Altbayerisch Weizen Dunkel (4,9 %) seit ? aus Amberg in Bayern:

Watteweicher Samtschaum. Das ist halt der Vorteil der Weizenbier. Geschickt eingeschenkt, und es sieht aus wie im Fernsehen. Die Farbe ist kastanienbraun, schimmert anregend matt im Licht. Feinsäuerlich-hefiger Geruch mit röstmalzigen Ansätzen und einem schwach trüffelähnlichen Hauch.
Was für eine Kohlensäure. Meiner Treu. Die ist ja der maßen krass und stark, da pfeift es einem durch Mund und Rachen. Es sprudelt, perlt und zischt nur so vor sich hin. Jesses. Da kann kaum eine Limo mithalten. Schade. Das verzerrt die geschmacklichen Tatsachen natürlich stark. Mit viel Mühe kann man das Sprudelfeuerwerk aber ausblenden und sich auf das Aroma konzentrieren. Hier finden sich röstige Anklänge, dunkle Schwarzbrotkruste, eine ordentliche Portion Hefe, eine dezente Säuerlichkeit (man, was muss ich aufstoßen), eine entfernte Bananenfruchtigkeit sowie eine wärmende Schärfe. Abwechslungsreich und präsent. Allerdings … man muss klar feststellen, das einem die Speiseröhre anschwillt nach jedem Schluck. Puh. Das ist wirklich schwierig und harte Arbeit. Ein Kohlensäureeldorado. Der Geschmack kann sich kaum entfalten. Und Spaß beim Trinken wird wenig erzeugt, dazu bläht das alles zu sehr auf. Aromatisch sicher nicht ohne. Aber in Sachen Süffigkeit und Milde muss hier noch schwer gefeilt werden. Man kriegt es wirklich kaum runter. Selten so etwas erlebt.

Fazit: Harte Arbeit
Wertung: + + + -* [t 10/06]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: JA
Zutaten: Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt, Hefe
Im Internet: www.zumkummertbraeu.de