Kummert König Friedrich Weisse (4,9 %) seit ? aus Amberg in Bayern:

Grandioser Schaum. Das ist cremig und sahnig ohne Ende, steht wie eine Deutsche Eiche, hat ein grandioses Volumen und passt farblich perfekt zu dem dunkelmatten Bernstein des Bieres. Riesenhaube. Der Geruch hat röstiges Malz, das sehr klar und transparent wirkt. Dazu eine feine Säuerlichkeit durchmischt mit der Hefe. Weit hinten ein Schuss Sherry. Leicht trocken.
Hefelastiger, herzhafter, dichter Antrank mit viel Volumen. Das ist kerniges und hefewürziges Weissbier. Auch das Malz hat eine gute Bandbreite. Hier entwickelt sich zusätzlich ein süßer und bananenfruchtiger Ton. Der Hopfen verteidigt im Abgang sein Territorium, kann sich zwar nicht voll durchsetzen, verfügt aber auf jeden Fall über Ausstrahlung. Das Aroma ist vollmundig und verfügt über viele Facetten. So auch eine trockene und holzige, gerstige Art. Die Zutaten wirken motiviert und spielfreudig. Da macht es Spaß dran teilzunehmen. Herhafte Sache. Kernig und frischwürzig. Die Inhaltsstoffe wirken weder glatt noch kraftlos sondern rau und dynamisch. Das Zusammenspiel ist vielleicht nicht perfekt und mild kann man dieses Weizen sicher nicht nennen, dazu ist die Kohlensäure auch zu ungebremst. Dennoch überwiegt klar der positive Eindruck. Ein Weizen mit Charakter. Die Hefe bietet eine prima Vorstellung. Das Malz steht ihr in nichts nach. Beide vereinigen sich zu einem gaumenanregenden Erlebnis. Auch das straffe Fruchtige, schwach durchleuchtet auch von einer Spur Orange, macht sicht gut. Und selbst die aktive Säuerlichkeit wirkt irgendwie angenehm herzhaft. Für Freunde milder Biere sicher nicht das Optimum. Der Wildwürzigherzhaftekernigem Zugeneigte werden sofort hellhörig. Zufriedenheit folgt. Kein Bier für Waschlappen. Ein Bier herber und ungezügelter Würze.

Fazit: Kein Bier für Waschlappen
Wertung: + + + + + [t 10/06]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: JA
Zutaten: Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt, Hefe
Im Internet unter: www.zumkummertbraeu.de