| Leikeim White (5,1%) seit ? aus Altenkunstadt: Nett
sieht sie ja aus, diese 0,33er Bügelverschlußflasche mit dem modernen Design
und Spruch: "fine like Champagne" rundherum. "Die neue Bierspezialität nach
Weissbier-Brauart, aber aufgrund seines besonderen Reifungsverfahren fine
like a Champagne" erfährt man noch. "Und Pilsner Brauart". Tja. Bißchen
durcheinander. Esma testen. Farbe schon mal hefetrübes Gelb. Geruch tatsächlich
ein wenig an Sekt oder Champagner erinnernd. Geschmack... Nochmal trinken...
Zeit lassen, überlegen... Nochmals nippen... Was soll das denn sein? Das
schmeckt wirklich wie Sekt im Bieranzug. Oder wie ein verkleidetes Bier
auf einem Sektempfang. Ungewöhnlich. Zwar bildet das klassische Bieraroma
die Basis. Aber aufgepfropft ist ein Aroma, das zwischen Sylvestersekt und
citrusartriger Süße hin und her pendelt. Wobei der Sekt ganz klar den Überhang
bildet. Tja. Was soll man sagen. Eines dieser Modebiere. Vor allem nach
einem göttlichen Mephisto
Weizen eine Schmach. Gut. Es ist sicher nicht schlecht oder übel. Aber
sehr gewöhnungsbedürftig. Frauen werden dieses Bier sicher mögen. Vor allem
junge. Die Süße und der prickelnde Sektgeschmack verdrängen das klassische
herb-würzige und kernig-malzige eines Standardbieres. Viele mögen das nicht.
Ist ihnen zu anstrengend. Weicheier. Für einen Bierliebhaber stellt Leikeim
White eine Beleidigung dar oder er kann es nicht ernst nehmen. Für mich
trifft zweites zu. In der Not zu trinken. Auch gute Ansätze und die klassische
Biernote in Ansätzen erkennbar, dazu auch eine gewisse hohe Qualität. Aber
der Sekttouch senst alles nieder. Ein Schicki-Micki-Bier. Ein Gerstensaft
für Promipartys. Für konservative und gestandene Biertrinker ist das nix.
Man muß ja nicht jede Mode mitmachen. Dabei ist laut Etikett nur Wasser,
Malz und Hopfen drin. Komisch. Woher kommt dieser süßlich-sektliche Ton
her? Fazit: Boxenluderbier Wertung: + + + (t 08/02) Im Internet unter: www.leikeim.de |
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