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| Münster Festbier (5,1 %) seit 1522 aus Chammünster
in Bayern: Das sind die besten Flaschen. Bauchförmig. Nettes Label. Kaum Infos. Es gibt da nur zwei Möglichkeiten: Entweder ist es ein lieblos eingebrautes Massenbier. Oder es steckt eine Familienbrauerei dahinter, die nicht viel Wind sondern traditionelles Bier macht. Das ist hier der Fall. Tolle, dunkle Farbe. Kratvoll und klar-malziger Geruch mit hopfig-blumigen Noten. Feiner und fester, cremiger aussehender Schaum. Butterweich. Vollmundig. Leicht fruchtig. Blumig. Einzig im Abgang etwas zu kurz. Ansonsten vom feinsten. Vor allem der milde und dennoch urige Charakter des Bieres lassen frohlocken. Facettenreich und leichtfüßig. Dazu süffig und total überzeugend; bis auf eine schwache Lauheit im hinteren Teil des Abgangs. Sicher Welten besser als manch anderes 5,5er. Aber im Vergleich mit dem hauseigenen Märzen ist es doch etwas schwächer. Drum nur eine 5,5. Letztendlich beinahe das perfekte Bier. Man wird weich, fromm, entspannt. Toller Trunk. Wie kann es solche Unterschiede geben?! Faszinierend. Das Wasser, die Kohlensäure, die Zutaten, vereinigt in handwerklich einwandfreier Kunst. Dazu ein Charakter, der eigen und unnachahmlich ist. Die Brauerei Hintereder, die „Älteste Brauerei Altbayerns“ schafft auch mit dem Festbier ein kleines Biererlebnis, das nur um Haaresbreite an der 6 vorbei schrammt. Fazit: Etikett und Info mager – Bier gigantisch. Wertung: + + + + + - (t 12/03) Gebraut nach dem Reinheitsgebot: Ja Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen PS: Tausend Dank an Peppi, der uns dieses Biererlebnis auf postalischem Wege hat zukommen lassen. |