Münster Hell (4,8%) seit 1522 aus Chammünster in Bayern: Herrlich malzig-würziger Geruch. Jo. Das ist gut. Die älteste Brauerei Altbayerns. Was das heißt, weiß ich zwar nicht. Aber dieses Bier ist gelungen. Ein rauhig-würziges, vollmundiges Aroma. Die Privatbrauerei Hintereder schafft es, diesem Hellen einen absolut eigenständigen Geschmack zu verleihen. Ein interessanter und außergewöhnlicher Charakter. Vor allem das Malz hat eine beeindruckende Note. Rauchig und fast schon whiskyähnlich. Phantastisch. Wirklich. Süffig, frisch und ausgewogen. Dazu aber auch kernig und rauh. Man. Ist das gut. Begeisterung pur ruft dieses Bier hervor. So was von vollmundig und würzig; eine Wonne. Dazu mischt sich ein wahrlich weiches Wasser und eine Kohlensäure, die den Tag versüßt. Pluspunkte auf ganzer Linie. Man weiß gar nicht, wo man anfangen soll zu schwärmen. Schade nur, dass auf dieser Flasche kaum Hinweise aufzustöbern sind. Andererseits macht es nichts, denn dieses Bier schmeckt so rein und gut, dass man auf alles weitere verzichten kann. Eine mir bis dato nicht bekannte Braustätte kredenzt hier ein Helles, dass sich gewaschen hat. Eines der Biere, die nicht nur vordergründig glänzen sondern auch hinter den Kulissen reichlich geboten wird. Eines, wie man es nur selten findet. Tolle Sache. Da finden sich Aromen, die muß man erst mal verarbeiten. Dazu so intensiv und beeindruckend. Da macht das Testen wirklich Spaß. Es wird gerade zu zum Erlebnis. Der Nachgeschmack. . Wie lange der Nachgeschmack anhält. Und in diesem Fall ist das mehr als wünschenswert. Das meißelt sich regelrecht ein. Außerordentlich. Bemerkenswert. Münster Hell. Das kommt in die Top-Ten.
Fazit: Älteste Brauerei Altbayerns
Wertung: + + + + + + (t 12/02)