Maierbräu Alto-Dunkel (4,9 %) seit 1886 aus Altomünster in Bayern:

Vergleichstest Gritschenbräu Dunkel – Maierbräu Dunkel!
Süßerer Duft, wärmere Erscheinung, das Malz wirkt runder. Dafür ist die Intensität etwas schwächer. Gut Schaumbildung. Prima Stand. Großes Volumen. Mittelporig. Farblich ist das Maierbräu etwas heller aufgebaut. Beide sind aber nicht wirklich dunkel bzw. schwarz.
Trocken-malziger Geschmack, der nicht so voll und mild ausgebildet ist wie beim Konkurrenten. Das Aroma wirkt etwas dünner und nicht so dynamisch. Vor allem der Abgang wirkt nicht tief genug, endet in einer recht trockenen und hopfenbitteren Note. Die Süffigkeit ist zwar ordentlich, das Wasser angenehm, aber der Geschmack wirkt im Vergleich zum Gritschenbräu kantiger und rauer. Die Zutaten greifen nicht so blind und routiniert ineinander. Ist der Geschmack noch zu Beginn kräftig-malzig, so verliert er schon im Mittelteil etwas an Fahrt und wirkt am Ende dünner und kraftloser als das Gritschenbräu. Zwar ist die Malznote am Anfang nicht uninteressant in ihrer trockenen Auskleidung, aber im Vergleich lässt es Federn. Es wirkt nicht so durchdacht und geschliffen. Zwar kann man diesem Bier auf jeden Fall einen ordentlichen Genussfaktor attestieren. Aber an die wirklich großen Dunklen reicht es nicht heran. Und gegen das Gritschenbräu Dunkle aus Schrobenhausen zieht es den Kürzeren. Nach meinem Empfinden. Vor allem der Abgang und die Vollmundigkeit sind schwächer ausgeprägt. Und es wirkt insgesamt dünner. Wobei die Süffigkeit und der Leichtlauf vielleicht etwas besser sind. Auch die Schaumbildung ist eindeutig gelungener. Aber geschmacklich ... da hat Schrobenhausen Oberwasser. Vielleicht liegt es ja an der Hefe, die dort beigemengt ist.

Fazit: Schrobenhausen führt
Wertung: + + + + (t 02/05)
Zutaten: Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: Ja
PS: Herzlichen Dank an Herbert H. für die großzügige Überlassung des kompletten Sortiments sowie der Odelzhausener Biere.
Im Internet unter: www.maierbraeu.de