Mannebacher Hell aus Mannebach/RP: Das Mannebacher Brauhaus ist wirklich sehenswert. Man wird in einem uralten und sehr gemütlichen Schankraum bewirtet. Der Boden besteht aus rohen Bohlen, die Decken sind schief und niedrig und die Tische sind grob gehauen und stabil. Was für ein Ambiente! Da möchte man sitzen bleiben und bei kühlem, natürtrübem und ungefiltertem Mannebacher so richtig versacken. Ein sehr perlendes Bier, das vor allem im Abgang etwas beißend ist und leichte Aggressivität versprüht. Das Aroma ist sehr malzig und erinnert an frisches Heu. Dazu gesellt sich ein Hauch Apfel. Das Mannebacher schmeckt wie frisch gemacht. Vielleicht etwas zu frisch, denn man hat den Eindruck, dass es nicht ganz ausgereift, zu jung ist. Ein etwas unausgegorenes Bier. Vor allem die Spritzigkeit und das Gesprudel dieses Gerstensaftes wirken sich negativ aus. Seltsamerweise ebbt dies aber bald ab und zum Schluß hin wird der Schluck taub und verflacht und macht etwas leicht lauem Platz. Der Grundton ist sehr fruchtig, hat aber auch etwas bieruntypisches bzw. eigenartiges. Der Geschmack ist etwas gewöhnungsbedürftig. Ein wenig zu grob und ungeordnet. Schade eigentlich. Dafür, dass es direkt im Schankraum gebraut und in einer wirklich tollen Umgebung serviert wird, hätte es mehr verdient. Aber das Bier an sich ist mir doch etwas zu ruppig und fad am Ende. Trotzdem sollte sich jeder, der in die Nähe von Mannebach, diesen nostalgischen Geheimtipp an der Grenze zu Luxembourg nicht entgehen lassen. Der Biergarten ist wirklich der Hit.
Fazit: Unreif
Wertung: + + + - (t 07/02)