Mühlen Kölsch (4,8 %), Brauerei zur Malzmühle, seit 1858
aus Köln in NRW:
Wie lieblich, fast melancholisch, schimmert das bernsteinfarbene Mühlenkölsch
im bayerischen Exil, auf meinem Balkon, in der Abendsonne. Zeit für
interkulturelle Verständigung. Ich habe Lust auf die Mühle.
Farblich wie gesagt, kann man es mit dem „Diamant der Meere“
umschreiben. Wenn ich nicht wüsste, dass ich das Kölsch gerade
meinem Kühlschrank entrissen habe, würde mich die herrlich
warme Farbe etwas anderes glaubend machen. Weiches Wasser bestimmt auf
den ersten Schluck das Geschmacksbild. Keine herbe Nuance, keinerlei
pilsige Allüren. Ein mildes Bier für den lauen Abend. Immer
mehr bin ich von der Weichheit begeistert. „Schöner Pullover,
ist der neu“? „ Nein mit Mühlenkölsch gewaschen…“
Das Etikett verspricht Frische aus der Malzmühle. Tatsächlich
ist das Kölsch auch nur 3 Monate haltbar. Malz, hier aus Gerste
und Weizen, dominiert leicht, ist aber für Liebhaber leichter süffiger
Biere sehr angenehm. Ein angenehmes Bier das einem aber zum Verhängnis
werden kann, denn das Mühlen Kölsch schreit förmlich
nach einem Geschwisterchen im Magen. Wer eher ein Pilsfan ist, wird
wahrscheinlich kein dauerhafter Mühlenfan. Für Freunde ausgewogener
Braukunst, süffiger Lagerbiere und Exporte sowie allen Biereinsteigern
ist das Mühlenkölsch ein idealer Wegbegleiter.
Fazit: Der Kölsche Schlundstreichler
Wertung: + + + + + (stl.
07/04)
Im Internet unter:
www.muehlen-koelsch.de
PS: Vielen Dank an Bierfreund Martin aus Wachtberg
das nette Bierpaket.