Neuzeller Kloster-Bräu Schwarzbier Extra Stark (7,0%) seit 1589 aus Neuzelle in Brandenburg: Pechschwarz. Dunkelbrauner Schaum. Hab noch nie dunkleren gesehen. Dazu steht der wie eine Eins. Man kann durch dieses Bier absolut nicht hindurch sehen. Selbst gegen eine Lichtquelle gehalten. Der Geruch ist trocken-malzig. So ist auch der Geschmack. Trocken-malzig mit einer Portion fruchtigem Unterton. Überraschend mild und bekömmlich ist es. Obwohl sehr weit oben in Sachen Drehzahl angesiedelt, verströmt es durchaus Milde und Ausgewogenheit. Das Neuzeller Schwarze ist aber auch kernig und stark genug, um als ernst zu nehmendes Starkbier akzeptiert werden kann. Dazu bietet es eine starke Würze und ein kerniges, robustes, uriges Verhalten. Im Abgang findet sich dann eine sehr süßer Ton, der an Zucker und Karamel erinnert. Begleitet wird dieser von einer erdig-herben Komponenten, die in feinem Kontrast steht. Weiterhin kann man Spuren von Harz erkennen. Das ganze ist harmonisch zusammen gemischt. Die Basis ist ein Wasser, das sehr weich und mild ist. Die feine Kohlensäure unterstreicht das noch. Abgesehen von der bei diesem Grad unvermeidlichen leicht scharfen Stärke läuft alles andere glatt und rund. Sehr ausgewogen und bekömmlich für ein Starkes Schwarzbier. Keine Barrieren, die man überwinden muß. Läßt sich wirklich gut an. Man muß sich zu keinem Augenblick dazu treiben, dieses Bier zu trinken sondern kann es in vollen Zügen genießen. - - - Eines weiß ich. Wenn ich einmal alles hinter mir lasse und ins Mönchische Dasein übertrete, dann wähle ich wahrscheinlich das Kloster Neuzelle. Denn der Braumeister versteht es vor allem die starken Biere vorzüglich einzubrauen. Und wenn ich mich recht erinnere, so ist es den Mönchen doch durchaus gestattet, einem gehaltvollen, würzigen und kernigen Biere zu fröhnen. Gar kein schlechter Gedanke... Oder ich werde Wandermönch und pendle.
Fazit: Wandermönch
Wertung: + + + + + (t 03/03)
Im Internet unter: www.neuzeller-bier.de