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| Osser Pils (4,9%) seit 1861 aus Lohberg in Bayern: Man
findet im Geruch neben der typischen Herbe auch einen Schuß Apfel. Das Bier
ist überraschend herb für ein Süddeutsches. Es hat diese klassische Note
eines typischen nordischen Pilstyps. Trocken und herb. Klar hopfenbetont
mit einer gewissen Strenge und einem Malz, das nur eine Nebenrolle spielt,
jedoch nicht untergeht. Das Wasser ist auch hier vorbildlich weich und die
Kohlensäure gibt dem Osser Pils einen Rahmen, der milder und feiner kaum
sein könnte. Der Abgang ist sehr hopfig, dazu würzig und angenehm. Er hält
lange an und macht dem Trinker Freude. Auch bei dieser Sorte der Späth-Bräu
trifft man auf ein bescheidenes, werthaltiges, süffiges und ausgewogenes
Bier. Es würde im Vergleich mit manch großer Sorte sicher für Aufsehen sorgen.
Aber wer kennt schon Osser Pils? Ein Bier, das mit viel Liebe eingebraut
wird, von hoher Qualität zeugt, reine, regionale Zutaten zum Inhalt hat
und auf ganzer Linie überzeugt. Frisch. Herb. Ausgewogen. Vollmundig. Würzig.
Schmackhaft. Bekömmlich. Rein und mild. Leckeres Bier und für ein bayerisches
ziemlich herb. Leider findet man auf der Flasche nur wenige Infos. Herkunft
und Brauerei sind erwähnt. Der Typ natürlich auch. Und mit Bergquellwasser
gebraut. Ansonsten sind wenige Angaben vorhanden. Schade. Das tut dem Inhalt
aber keinen Abbruch. Bier, Geschmack und Aroma sind vorbildlich. Fazit: Herbes bayerisches Wertung: + + + + + - (t 09/02) |