Ottweiler Pils (4,8%): Seit 1873 versorgt diese Brauerei die saarländischen Kokskumpel mit Bier. Dieses Pils paßt sich leider ein wenig der teilweise tristen Gegend an. Der Geschmack läßt Reichhaltigkeit und Spritzigkeit vermissen. Selbst aus der Flasche haut es einen nicht gerade vom Hocker. Für ein Pils ist es nicht fein genug. Erst beim Abgang hat man das schwache Gefühl von Herbe. Im Vergleichstest mit St. Wendel unterliegt es auch aus eben diesem Grund. Farblich und im Geruch nehmen sich die beiden nix. Aber das Aroma des Ottweiler ist nicht pilsig genug, kommt fast dem eines Export gleich. Das Etikett bleibt besser unerwähnt. Ziemlich daneben und bahnhöflerisch. Außerdem so gut wie keine Info über die Historie dieses Bieres. Enttäuschend. - - - Ottweiler Pils macht es keine umwerfende Figur. Ein anspruchsloses Bier zum Abschalten an trüben Spätwinterabenden. Sympathisch ist, dass es nicht versucht, ein großes Pils zu sein. Es bleibt bescheiden. Und besser als Karlsberg ist es ohnehin. Die Brauen ja sogar schon "Junge-Hunde-Bier" und Himbeerpils.
Fazit: Voll auf Koks.
Wertung + + + (tom 03.01.)