Palmbräu Rezent Weizen Hell (4,9%) seit 1835 aus Eppingen in Baden-Württemberg:
Spritziger, leicht säuerlich-hefiger Geruch. Markante Schaumbildung. Die Farbe ist hellkupfern und die Hefe verhilft dem Bier zu einem matten Glanz. Voller, würziger Antrank. Geht eher in die spritziger Citrusrichtung. Helles, klares Aroma. Die Hefe hat Grip, wirkt fein und kernig zugleich. Die Kohlensäure ist spitze eingestellt, gibt dem Bier etwas schaumiges. Dazu ist es sehr süffig und schlank im Geschmackskörper. Sehr erfrischend und leicht trinkbar. Animiert regelrecht zum Fortfahren. Geschmacklich finden sich die schon erwähnten Noten. Dazu gesellt sich noch etwas buttriges, karamellartiges das leicht im Kontrast zu dem ansonsten eher spritzigen, säuerlichen, schwach fruchtigen, Citruston steht. Im Nachgeschmack legen sich die Wogen und ein eher sanfter Abgang, angereichert mit einem leicht mehligen aber sehr angenehmen hopfig-hefigem Aspekt. Das Palmbräu Weizen wirkt flott und belebend, bringt aber auch genügend Harmonie bei den Zutaten unter einen Hut. Sicher gibt es Weizenbiere, die ein größeres Aromaspektrum besitzen, vielleicht auch mehr Tiefe. Aber es gibt sicher nicht viele, die solch ein entspanntes, schlankes Geschmacksbild haben. Gute Sache.
Fazit: Unfiltriert mit feiner Hefe
Wertung: + + + + + (t 09/03)
Zutaten: Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hefe, Hopfen, Hopfenextrakt
Gebraut nach dem Reinheitsgebot: Ja
Im Internet unter www.palmbraeu.de
PS: Vielen Dank an Georg P., der uns eine Riesenfuhre Palmbräu zu Testzwecken hat zukommen lassen.