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| Palmbräu Unser Bestes Premium Pils (5,0%) seit
1835 aus Eppingen in Baden-Württemberg: Sehr standhafter und
voller Schaum. Im Geruch dezent hopfenwürzig. Die Farbe mittelgelb.
Der Antrank ist frisch-würzig und hopfig mit einem Ton, der an frische
Blätter oder Wiese erinnert. Habe ich beim ersten Pils aus diesem Hause
noch die etwas zu glatte Vorstellung bemängelt, so presentiert sich
Unser Bestes deutlich würziger, struppiger, abwechslungsreicher, spannender.
Vor allem eine sehr frische, stramm durchgehopfte, an Tanne und Wald erinnernde
Note gibt diesem Bier etwas sehr originelles. Dazu kommt, dass auch das
Malz sich zeigt und auch dieser Part seinen Senf, wenn auch eher defensiv,
im Hintergrund, dazu gibt. Das alles ist bunt durchgemischt, unterwirft
sich keinen Konventionen sondern tritt unbekümmert und forsch auf.
Zeitweise vielleicht etwas zu durcheinander. Zumindest im Vergleich zu Mayrs
Pils aus Österreich fehlt es ihm an innerer Ruhe, an Harmonie und
Ausgewogenheit. Das muß nicht immer ein Nachteil sein, in diesem Fall
aber fällt auf, dass der Kollege aus der Alpenrepublik eleganter und
gekonnter auftritt, mehr Genuss im Sinne von zurücklehnen bietet. Das
Palmbräu ist jung, ungestüm, fast wild und genau da hat es seine
Vorteile. Sehr abwechslungsreich und auch herausfordernd; ein gutes Bier,
kein Zweifel. Aber den Vergleichstest verliert es knapp. Auch das Wasser
hat nicht dieses elastische, wie das Austriapils. Dennoch ein Bier, das
interessant und vollmundig schmeckt. Knapp an der 5 vorbei. Fazit: Der ungestüme Bruder Wertung: + + + + - (t 08/03) Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: Ja Zutaten: Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe Im Internet unter: www.palmbraeu.de PS: Vielen Dank an Georg P., der uns eine Riesenfuhre Palmbräu zu Testzwecken hat zukommen lassen. |