Pilsator Pilsener, Frankfurter Brauhaus GmbH, Frankfurt (Oder), Brandenburg, Deutschland, alc:5,0%vol, 0,5l Pfand-Alu-Dose, 0,29EUR plus Dosenpfand
Pilsator! das kling wie Dominator oder Terminator...
Und es riecht nach billigem einfachen Malz. Es schmeckt nach billigem einfachen Malz. Leicht und einigermaßen flach. Dabei sieht es so gut aus! Sonnengold im Glas, ein paar Blubber-Bläschen und ein kräftiger Schaum. Einigermaßen spritzig ist es, aber flach. Kein rechter Tiefgang. Und dann so ein Name!
"Das Pilsator ist eine ostdeutsche Bierspezialität. Im Geschmack ist es weniger herb als Pils aber auch nicht so malzig wie Export. Dafür etwas alkoholhaltiger (bis 5,2%vol). " Soviel steht dazu auch was in meinem kleinen Bier-ABC. Also nicht so herb. Gut. Aber flach - das steht da nicht. Das Wasser hat durchaus Bierqualität, nicht das Ur-Pilsner weiche Gebirgswasser, aber hier fließt die Oder. Der Hopfen kommt sehr spät zum Vorschein. Im Abgang erweist er sich als recht störrisch und bitter-herb, liegt ein Weilchen auf der Zunge, bleibt beim zweiten Schluck erst einmal vorn. Um dann flach weggespült zu werden. Vorn flach - später störrisch.
Nicht so ganz ausgefeilt ist diese Komposition. Der Pils-Stempel des Hopfen und die sehr leichte Malznote beißen. Ein paar Übungen sollte man in Frankfurt noch anstellen, um auch mal ein Pilsbier von Spitzenklasse zu brauen. Dieses ist guter Durchschnitt - kein Discout-Bier aber auch kein Genießerbier. Irgendwo dazwischen. Waren die Biertester-Kollegen der früheren Tests schon mit mehreren dieser 5prozentigen im Kopf unterwegs - oder war das Bier wirklich mal ein "brüllender Löwe" aus Brandenburg? Der enigstens ist noch derselbe auf der glänzenden Dose!
Gebraut nach dem deutschen Reihneitsgebot: Ja
Fazit: Durchschnitt oder Zwischenlösung
Bewertung: + + + (d 04/06)
Frankfurter Brauhaus Pilsator, 5%, seit 1988 aus Frankfurt/Oder in Brandenburg, Deutschland
Prima Schaum. Die Nase registriert sofort kräftige und frische Aromen nach Hopfen und Hefe. Ein kleinwenig Rohrzucker ist da auch mit dabei. Hey man! Ich gucke mir den vollen 0.5-l-Seidel an und betrachte das helle Gelb, welches auf Anhieb gefällt. Die für ein Pils typische Perlage ist nicht ausgeprägt, bzw. sie ist praktisch nicht vorhanden. So, und nun Klappe auf und Platz für ein paar kräftige Schlücke: Rassig, spritzig, vollmundig und herrlich süffig fließt das kernige Pilsator die Kehle hinunter. Jeder Schluck ist wunderbar umhüllt von einer edlen Süße, die Hand in Hand mit einer herrlichen Würze, einer dezidierten Bitterkeit und einer höchst angenehmen Trockenheit einhergeht. Eine verführerische Kohlensäure begleitet das Ganze. Das Pilsator entfaltet seine konzentrierte Kraft primär in der Nase und anschließend im Gaumen, im Letzteren dafür ganz intensiv und besonders nachhaltig. Angenehme Aromen nach Sommergerste, trockenem Gras, Hopfen und Hefe verstärken den Biergenuss. Und nicht zuletzt bereichert ein wohldosierter, süßer und zarter Schleier die Lippen bis auf weiteres. Wenn ich daran denke, dass mich zur Zeit ca. 2’000 km von Frankfurt an der Oder trennen, so kann ich nur ein hochachtungsvolles Riesenkompliment an die Brauer der Lebuser Chaussee 3 aussprechen, und zwar für wie gut das Bier hier trotz der weiten Distanz mundet und für wie clever das Frankfurter Pils auf die nächste Runde anzuregen weiß. -- OK, mein Freund; letzter Schluck. Nun kann auch ich sagen; ich bin ein Pilsator.
Fazit: The Pilsator
Wertung: + + + + – [i 04/06]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: Ja
Inhaltsstoffe: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt
Frankfurter Brauhaus Pilsator Pilsener (5,0%): Fein-herbes Dosenbier der Brauerei Pilsator. Der Löwe brüllt uns vom Logo her an. Und da wir auf unserer fünftägigen Bierodyssee im Moment Bier No. 54 trinken, müssen wir uns das nicht gefallen lassen. Wir sitzen in unserem netten Hotel am Marktplatz von Stendal, schauen nebenbei Skispringen und uns läuft das Bier langsam schon aus den Ohren. Bei Wind und Wetter liefen wir durch Ostdeutschlands Gassen und hielten Ausschau nach Bierraritäten, die noch nicht getestet wurde. Ja. Wir haben unsere Aufgabe ernst genommen. Wir waren in Göttingen, waren in Quedlinburg und Köthen, in Potsdam und Stendal. Und jetzt brüllt uns dieses vierundfünfzigste Bier an. Wir können es deutlich hören... - - Armin meint, es hätte zu viel Kohlensäure. Und der Nachgeschmack ist zuerst süßlich, dann sauer. Ich schmecke gar nichts mehr. Finde es eigentlich gar nicht mal übel, jedoch gelingt es mir echt nicht mehr, das Aroma zu definieren. Wir sind eben Bier-Schweine. Den Hals vom in den Nacken schmeißen schon ganz steif.
Prädikat: Der brüllende Löwe.
Wertung: + + + - (minerl & tom Januar 2001)