Schwarzbacher Raub Ritter Dunkel, Schwarzbacher Schloßbrauerei, seit 1400, Schwarzbach, Thüringen, Deutschland, 0,5l MW Flasche, Alc.: 5,0%vol.

Schon einmal getestet 2008. Da wurde es als Raubritterbier zu zahm eingestuft. Mal sehen, was 2010 geht.
Das Bier ist recht dunkel, fast schon schwarz wie der Schwarzbach. Etwas rötlich schimmert es in der Abendsonne. Der Schaum kommt laut knisternd und großporig. Die Nase bekommt einen leichten Malzgeruch. Und der Schaum gibt jetzt schon auf. Das Malz ist kräftig und fruchtig, kräftiger als sein Geruch. Und dann schmecke ich die Grundkomponente, die bis zum Ende bleibt: Bitter. Gerade noch erträglich für ein Thüringer Dunkelbier. Ich denke, dass es das Malz ist, nicht der Hopfen. Röstkaffeegeschmack. In der Mitte fruchtiger, milder Apfel. Obendrauf kräftiges bitteres Malz. Ja, das Bier hat sich von einem ganz zahmen zu einem bitteren gemausert. Ein wenig zu hart, ein wenig zu bitter.
Der Mittelweg zwischen 2008 und jetzt wär's aber auch nicht. Man sollte vielleicht mal nach einem richtig guten Malz Ausschau halten...

Gebraut nach dem Deutschen Reinheitsgebot: Ja
Fazit: Bitteres Ende
Bewertung: + + + [d 04/10]

Raubritter Dunkel, seit 1400, Schloßbrauerei Schwarzbach GmbH, D-98673 Schwarzbach, Thüringen, D, Alc.:5,0%vol., 0,5l Mehrwegflasche


Oh - Mann! So viel Schaum. Fast komplett Schaum im Glas. Vorsichtig eingießen! Da kommt ein hellbraunes Schaummonster aus der Flasche. Langsam perlend verwandelt es sich nach und nach in dunkle Flüssigkeit. Diese wird klar und kräftig braun. Der Geruch kämpft sich durch den Schaum, kleine platzende Bläschen setzen mehr und mehr schönen Malzgeruch frei. So richtig kernig malzig, das hat man gern. Als der Schaum sich setzte... keine Angst, es bleibt ein guter cm übrig, setze ich an. Das Bier erscheint leichter als erwartet, es ist aber noch gut würzig und aromatisch, ein nicht ganz schlechtes Malz. In der Mitte wird es langweilig, ich vermisse spritzige Kohlensäure und kräftige Aromen. Das Bier trägt den Namen "Raubritterbier" - das hier ist aber eher etwas für zahme Ritter oder deren Troubadure. Es ist diszipliniert, ruhig und harmlos. Das Wasser ist auch harmlos, eher aber in die trocken-harte als in die weiche Richtung tendierend. Der Hopfen hält sich still in seiner Ecke ganz unauffällig zurück. Raubritter? 1400? Ob da auch wegen dieses Bieres Köpfe gerollt sind? Der Braumeister von damals lebt sicher nicht mehr, der hätte gewusst, wie man richtiges Raubritterbier macht.
Um allen Unkenrufen vorzubeugen: das Bier ist gut. Nur passt der Name nicht zu einem eher ruhigen und ausgeglichenen Biertyp. Dies hier ist bodenständig, gut und nicht besonders einfallsreich.

Fazit: Lahmer Ritter
Bewertung: + + + - [d 07/08]