Reudnitzer Weihnachtsbier, Leipziger Brauhaus zu Reudnitz GmbH, 04317 Leipzig, Sachsen, alc 5,6%vol, 0,5l Mehrwegflasche, Gebraut nach dem Deutschen Reinheitsgebot:
"Die Besondere Bierspezialität Zum Fest"
Das Weihnachtsbier aus Reudnitz kommt schon fast 2 Monate vor Weihnachten mit der roten Schleife und ein paar Sternchen auf den Markt. Die Blume verschwindet fast mit dem Eingießen.
Nicht überzeugend. Der Geruch ist ausdruckslos. Auch nicht überzeugend.
Geschmacklich kommt auch noch einiges auf mich zu!
Bitter ist der erste Schluck. Bitter vom Malz. Eine Spur wie Rauchbier, Rauchmalz. Aber der rauchige Nachgeschmack fehlt. Das Malz ist irgendwie nicht rund. Zu bitter und rauchig. Der Alkohol kommt dazu und gibt dem Bier einen Bittermandelgeschmack, der paßt dann ja zu Weihnachten. Nicht unbedingt zu Bier aber zu Weihnachten. Nussig-Bittermandel, das kommt dem Geschmack schon nahe. Der Alkohol spiegelt sich, wie schon bemerkt, im Geschmack wieder. Das Wasser ist nicht besonders weich aber die Kohlensäure sprudelt pils-typisch.Der Abgang ist kurz, hopfen-bitter und trocken mit einer Spur "Altes Holzfaß". Und die Trockenheit klebt in der Kehle fest.
Für ein Festtagsbier fehlt diesem vor allem die runde Süffigkeit. Zu viel bitter, zu viel Experiment.
Reinheitsgebot: Ja
Fazit: Bittermandel-Weihnacht
Bewertung: + + (D 11/04)
Reudnitzer Weihnachtsbier (5,6%) seit ? aus Leipzig in Sachsen: Zuerst einmal sei die Flasche erwähnt. Die ist wirklich nett gestaltet. Nicht zu übertrieben aber doch festlich und edel. Der Geruch ist kräftig malzig, jedoch findet sich auch eine Portion Hopfen. Der Geschmack ist überraschend herb für ein Bier dieser Sorte. Stärker gehopft als erwartet. Mit verbundenen Augen würde man es klar für ein Pils halten, hätte man nicht das Etikett vor Augen: Weihnachtsbier. Ungewöhnlich. I.d.R. sind diese Biere ja eher malzlastig und süß. Das Reudnitzer geht aber in die andere Richtung, bietet trockene, solide Herbe und einen fein-würzigen Abgang. Störend ist nur der etwas zu trockene Eindruck, der nach jedem Schluck im Mund haften bleibt. Wie nach einem richtig herben Wein. Es hat etwas kahles an sich; nicht richtig ausgeschmückt. Die Süffigkeit könnte ausgeprägter sein wie auch das Wasser nicht unbedingt das weicheste ist. Wobei der Anfang noch durchaus zu überzeugen weiß. Hier empfängt den Trinker ein kräftiger und abgerundeter Geschmack, der auf mehr hoffen läßt. Leider baut das Bier zum Schluß hin ab. Außerdem wird es von einem Beigeschmack im Untergrund geleitet, der nur schwer zu beschreiben, in jedem Falle aber störend ist. Nicht wirklich umwerfend, jedoch leicht trübend. Aber alles in allem ist das Reudnitzer Weihnachtsbier eines, dass sich ohne Probleme trinken läßt.
Fazit: Trockenes Weihnachtsbier
Wertung: + + + + (t12/02)
PS: Vielen Dank an Gunther R. für die Organisation dieses Bieres!
Im Internet unter: www.reudnitzer.de