Rittmayers Aascher Hausbier naturtrüb –
unfiltriert (4,8 %) seit 1422 (!) aus Aisch in Bayern:
Bügelverschlussflasche. Sattes Plopp. Liebevolle Gestaltung des Labels.
Stolzes Stammwappen der Brauer Familie.
Voller, süßmalziger, mit feinen Hefeanteilen versetzter Geruch.
Der Schaum ist unbeschreiblich. Die Farbe satt, trüb, kräftig.
Wasser außergewöhnlich. Kohlensäure einwandfrei. Aroma
eigen und ungewöhnlich. Hefe kombiniert mit sattem Malz. Nur schwach
gehopft. Süffig bis zum Abwinken. Vollmundig und tief. Fruchtig malzig
mit Spuren von Banane. Harmonisch und rund. Bekömmlich und mild.
Dazu eigen und charakterstark. Aber auch rau und ungestüm sowie cremig
und samtig. Nicht der leiseste Hauch von Mainstream oder Durchschnitt.
Urig und kernig im Geschmack. Herzhaft und breitgefächert im Aroma.
Standhaft, abwechslungsreich und präsent vom Antrank bis zum Abgang.
Eine Wonne, dieses Bier zu trinken.
Bei meiner Tour durch das Frankenland trug es mich auch in dieses Netz
genannt Aisch. Dort gibt es die Brauerei Rittmayer. Auf meine Frage, ob
ich von jeder Sorte denn ein Bier haben könne, antwortete mir die
nette Gastwirtin: „Mir ham nur aans.“ Also erstand
ich einen Sixpack von diesem hervorragenden Bier. Mich reut es nicht.
Ein Bier, wie es wohl nur von einer kleinen Hausbrauerei gebraut werden
kann. Jeder Schluck ist die Zündung für eine neue Stufe der
Vorfreude. Einzig ein leicht scharfer Hauch verhindert die volle Punktzahl.
Fazit: Ein Segen
Wertung: + + + + + - (t
05/04)
Gebraut nach dem Reinheitsgebot: Ja
Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Tipp: Beim Genuss des Aascher Hausbieres die Temperatur
nicht zu niedrig halten. Bei knapp unter Haustemperatur entfaltet sich
sein Aroma am besten.
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