Rostocker Pilsener (4,9 %) 0,5er Flasche, seit 1878 aus Rostock in Mecklenburg-Vorpommern:
Kreideweißer, wolkiger Schaum in sehr guter Verfassung. Ein durchaus
kräftiges Gelb wird durchwirkt von feinen Bläschenbahnen.
Der Geruch ist herb, bitterhopfig, etwas steif vielleicht im ersten
Augenblick, auf jeden Fall pilstypisch und nordisch. Nochmaliges schnuppern
bringt eine leicht süße Pfirsichinterpretation sowie eine
fruchmalzige, feuchte Gerstigkeit ans Tageslicht.
Nichts mehr Fruchtiges im Antrank. Eine durchdringende Bitterkeit übernimmt
das Steuer. Allerdings auch eine recht unreife und kantige Impression.
Vor allem aus der Gerstenecke kommt das eine oder andere Störfeuer.
- - - oha. Eben entdecke ich, dass dieses Bier nur bis 04/09 (mindestens)
haltbar ist. Dabei habe ich es erst vor rund 4 Wochen erstanden, dazwischen
hat es im dunklen, kühlen Keller gelegen. Eigentlich kein KO-Kriterium,
hier aber scheinbar schon. Störend die unrund-bitteren Einflüsse.
Das Malz überhaupt nicht gut in Form. Schade. Kein Test möglich.
Fazit: 130 Jahre Hanseatische Brauerei Rostock
Wertung: n.m. [t 05/09]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516:
JA
Inhaltsstoffe: Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen
Im Internet unter:
www.rostocker.de
PS: Rostocker Pilsener: frisch, feinherb und spritzig.
Der Hanseatischen und maritimen Tradition seit 1878 verpflichtet.