Saalfelder Bock Bier, Bürgerliches Brauhaus Saalfeld, Thüringen, Braurecht seit 1892, alc 6,5%vol., 0,5l Bügelverschluß Mehrwegflasche, Brauerei-Abfüllung


Der Ziegenbock natürlich. Was sollte anderes unter dem bürgerlichen Brauereiwappen stehen bei einem Bock-Bier? Plopp und auf. Der Duft eines starken Bieres strömt mir gewaltig entgegen. Eingießen und die dunkle Bernsteinfarbe erleben. Ein rötlicher Unterton, Bernstein der alten Sorte. Der Schaum hält sich noch recht wacker. Und der Alkohol verströmt weiter seine Düfte, die er aus den Tiefen des Malzes empor fördert. Dann kommt das Malz stärker hervor und der Schaum meldet sich langsam ab. Der Antrank überrascht. Ein gutes würziges Malz, wahrscheinlich leicht angeröstet, entfaltet seine blumigen und doch herben Geschmackssegel. Auf diesen fährt nun der Alkohol mit über den Bierfluß.
Bis an die Mündung und der Knorpel hat ein frisches und spritziges Erlebnis. Wasser ist auch im Fluß, das ist weich und ohne stürmischen Wellengang, ohne dass man Klippen ausweichwen muss. Das ist ein Bockbier! So ein Malz! Ein wenig Karamel nur, ein wenig milde Süße. Süffig nicht nur durch die 6,5%. Negativ ist die Schaumbremse, die da irgendwie mit im Boot sitzt. Der Hopfen ist so mild,
der weiche und milde Abgang verrät auch nicht mehr darüber. Davon könnte man trinken, bis der Bock mit allen seinen Hörnern stößt! (was bei 6,5 Hörnern ja nicht lange dauern muß!)

Fazit: Sicher über den Bierfluß!
Reinheitsgebot: Ja
Bewertung: + + + + + (D 12/04)