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| Sachsen Krone Pils (5,1%) aus Köthen in Sachsen-Anhalt: Also ich habe mir ja eigentlich abgewöhnt, mich vom Äußeren einer Flasche leiten zu lassen. Früher, am Anfang meiner Testerkarriere, das gebe ich zu, habe bei ähnlichen Etiketten schon mal das Urteil im Vorfeld gefällt. Aber man lernt dazu. Irgendwann entdeckt man, das oft ein häßliches Entlein mit richtig gutem Inhalt glänzt. Abr diese Flasche macht mich jetzt doch ein wenig skeptisch. Zumal das mit Köthen und Sachsen... OK. Genug geschwallt. Jetzt esma einschenkn. Gut. Es sieht nicht nur nach Kommerz- bzw. Supermarktgetränkehandelskettenbier aus, ich glaube, es ist eines. Der Geschmack ist doch ziemlich hart, um nicht sagen zu wollen: rüde. Ist der Anfang noch ganz passabel und erfreut durch eine gute Kohlensäurezusammensetzung und eine passable Weichheit, die auch scheinbar geschmeidiges Brauwasser zur Grundlage hat. Aber was danach kommt, ist schon etwas ruppig. Es macht sich eine aufdringliche Bitterkeit breit, die alles andere Schluck. Wie ein großes, schwarzes Loch im Universum. Gruß an Perry Rhodan an dieser Stelle. Wie geht's alter Sternenreisender? Die Arkonen im Griff? Paß gut auf Gucky auf, dass er sich nicht in einen kalupschen Konverter teleportiert. - - Dazu kommt eine metallische Note im Untergrund, die dem ganzen noch etwas schrottreifes gibt. Dazu eine Disharmonie, die einem passionierten Pilsbiertrinker die Nackenhaare aufstellt. Erwähnen muß man auch die Völle, die dieses Pils, eher untypisch für diese Biersorty, erzeugt. Man muß schmerzend aufstoßen. Gut. Ein Bier, das man nicht unbedingt haben muß. Ob aus Sachsen-Anhalt oder aus Sachsen. Sich die Krone aufzusetzen ist unter diesen Umständen ein wenig vermessen. Ich würde diesem Bier eher bronzene Ananas verleihen. Nicht unbedingt vernichtendes Niveau. Aber zur Krone, zur Spitze, fehlen Galaxien. Fazit: Diese Krone möchte ich mir nicht aufsetzen Wertung: + + (t 03.02.) |
| Sachsenkrone Bier, Original Brauerei Abfüllung,
Vertrieb: Köthener Brauerei GmbH, 06366 Köthen, Sachsen-Anhalt
alc 5,1% Vol.: Ein einfaches Etikett, ein einfaches Bier. Man erfährt auf dem Flaschenrücken noch, dass es sich um ein Pils handeln soll. Und das es für jeden Kenner ein wahrer Biergenuss sei. Alltagsmalz und recht passabler Hofen. Nichts Aufdringliches aber auch nichts Aussergewöhnliches. Ein einfaches Bier. Besser als manch anderes, das sich mit Premium oder ähnlichen hochtrabenden Redensarten schmückt. Es schmeckt, es ist nicht der Superlativ aber ein passables Bier. Einfach wie seine Aufmachung. Reinheitsgebot: Ja Fazit: einfach Pils Bewertung: + + + + (Dieter 04/04) |