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Schlösser Alt (4,8%): Gebraut seit 1872 in Düsseldorf.
Das ist so 'ne Sache mit dem Alt. Jedesmal, wenn man als Nichtkölner
oder Außerrheinländer das Glas ansetzt, hat man das Gefühl,
man macht was falsch. Man fühlt nach dem ersten Bier eine gewisse
Völle. Man ist satt. Der Geschmack erinnert irgendwie an Schwarzbrot.
Aber dieses hier ist ein ganz frisches mit knuspriger Kruste. Die Farbe
reinstes Bernstein, dem Aroma fehlt jede Bitterkeit und der Geschmack
ist frisch-würzig und ausgefeilt. Die Flasche (leider nur 0,33) hat
einen witzigen wulstigen Hals und das Etikett grenzt sich ab von den meisten
Standardlabels. Die Anordnung der Schriften ist originell und die farbliche
Abstimmung äußerts gelungen. Außerdem hat es den Großen
DLG-Preis im Jahre 1997 gewonnen. (Was heißt das eigentlich?)
Scheinbar eine berühmte Köstlichkeit. Also. Als Nicht-Alt-Fan
gebe ich eine sehr gute 4 1/2. Gestandene Alt-Trinker werden jetzt vielleicht
fluchen oder mir die Pest an den Hals wünschen. Aber über ein
gut gezapftes Pils mit stolzer weißer Blume geht halt nichts. Trotzdem
macht das Schlosser Alt eine gute Figur. Man gewinnt es richtig lieb.
Das Gute. Gibt's das auch irgendwo vom Faß? In Bayern meine ich.
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