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| Freibergisch Schwarzes Bergbier, 0,5l, 4,9%vol, Freiberg, Sachsen,
D Der erste Eindruck ist gut. Es kommt gutes dunkles Röstmalz gepaart mit angenehmem Geruch und einem guten Aussehen daher. Ein Gentleman. Der sollte halten, was er verspricht. Der Antrank ist erst einmal nicht so kernig kräftig wie der Geruch. Recht fruchtig ist es noch, das Malz. Nett fruchtig, die Karamelnote aus dem Geruch ist nicht mehr im Geschmack. Sehr gehaltvoll scheint es nicht zu sein. 4,9% ist OK für ein dunkles Bier. Die Mitte ist dann einfach und schlicht, der Abgang ist kurz und unspektakulär. Das wars. Der Gentleman hat nicht ganz Wort gehalten. Fazit: Kein Gentleman Reinheitsgebot: Ja Bewertung: + + - [d 05/09] |
| Freibergisch Schwarzes Bergbier (4,9 %) seit 1850
aus Freiberg in Sachsen: Welch dunkler Schaum, so üppig und straff, so standhaft und kühn, man empfindet Wohlwollen, beinahe Respekt. Die Farbe auf den ersten Blick vollkommen Schwarz. Erst wenn man das Glas in die Hände nimmt und ins Licht streckt erglimmt ein mystische Dunkelrot, das einen mustert wie ein Auge aus tiefstem Abgrund. Der Geruch ist zurückhaltend, rein und klar, versehen mit Spuren von röstigem Malz, frischer, verbrannter Brotkruste, trocken, stoutähnlich. Kirsche und Himbeere im Antrank. Dazu eine schwere, triefende, leicht ölige Röstmalznote. Das Aroma hat eine schleppende, schwerfällige Art, die sehr intensiv und vollmundig wirkt und eine enorme Tiefe erreicht. Es entwickeln sich fast düstere Beerenaromen, fruchtig-herb, dazu bitter-süß. Das Malz schleppt sich sachte, mühevoll nach vorne drängend, begleitet von einer sehr trockenen und erdigen, ansatzweise bitteren, wohl vom Hopfen herrührenden Note hin zum Abgang, der lange anhält, einen herben, bitteren Anklang hat. Trotz seiner Schwere ein abwechslungsreiches Bier. Viele Facetten. Herb-fruchtige Waldbeeren treffen auf Brotrinde und stark geröstetes, feinrauchiges Malz. Der Hopfen hat einen erdigen und trockenen Charakter. Vermengt wird das Ganze durch einen süßen Anklang, der als Brücke fungiert. Insgesamt keinesfalls mit den heiteren Worten auf dem Flaschenetikett vereinbar: „In Sachsens Berg-Hauptstadt war das Bergbierfest ein fröhlicher Feiertag. Ganz aus dieser Tradition kommt unsere naturtrübe Spezialität, das Schwarze Bergbier. Frisch wie die Freude, aromatisch wie ein schöner Sommertag und so schwarz, dass sich die Sterne im Glase spiegeln Genießen Sie ein Spitzenbier Freibergischer Braukunst.“ Ich kann mir diesen Trank an einem hellen, sommerlichen, freudigen Tag unter Menschen fröhlicher Stimmung kaum vorstellen. Eher scheint es mir, dieses Gebräu müsste in den tiefen, dunklen, feuchten Kellern und Gängen der Freibergischen Bergwerke getrunken werden, dort, wo es undurchdringlich Dunkel ist und in der Feuchte das Golum wartet. Ein innerlich düsteres aber aromatisch reich beschenktes Bier. Von der angeblich enthaltenen Hefe schmeckt man nichts. Das Wasser ist angenehm weich. Die Kohlensäure weich und samtig. Die Süffigkeit trotz des zähen Erscheinungsbildes sehr hoch – man muss sich nur auf eine Vollmundigkeit einstellen, die an Lakritz erinnert – dann kommt man mit diesem Schwarzen klar und findet -dunkle- Freude daran. Fazit: Golumbier Wertung: + + + + + [t 07/06] Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: JA Zutaten: Quellwasser, Gerstenmalz, Hopfenextrakt, Hefe Im Internet unter: www.freiberger-brauhaus.de PS: Vielen Dank an Gunther R. für das Organisieren dieses Schwarzen. |
| Schwarzes Bergbier: Nach Freibergischer Brauart aus dem Freiberger
Brauhaus (4,9%). Nun. Das ist schon besser. Dem Pils aus gleichem
Hause überlegen. So schwarz, daß sich angeblich des nachts
die Sterne im Glas spiegeln, hockt es im Glas. Fast wie zähflüssiges
Öl schwankt es umher. Kein Schein dringt durch die Flüssigkeit.
Der Geschmack ist erstaunlich mild-würzig, klar und aromatisch. Das
oft erlebte Bittere bei Schwarzbieren fehlt völlig. Eine wirklich harmonische
und ausgeglichene Abstimmung der Zutaten. Echt lecker. Riesig süffig.
Weltaroma. Wo gibt's mehr? - Das Etikett eifert dem des Hellen nach, stellt
beinahe schon ein Kunstwerk dar. Eine durch und durch gelungene und vollmundige
Komposition mit einer großen geschmacklichen Bandbreite. Prädikat: Dickes Kompliment an die Kollegen von drüben. Die schwarze Seele erhellt einem den Abend. Echter Geheimtipp! Wertung: + + + + + (tom) |