Severins Pils (4,8 %) seit ? aus Köln in Nordrhein-Westfalen:


Recht ordentlicher Hopfenduft mit einer nicht zu übersehenden Portion Malz. Wohl etwas zu süßlich und nicht klassisch hopfig. Aber er ist immerhin zu erkennen. Wünschen würde man sich aber ein wenig mehr Bittere. Der Schaum ist ziemlich enttäuschend, kommt über gute Anfänge nicht hinaus. Das helle Gelb wird durch aktive Kohlensäureblässchen verwirbelt.
Diese setzen auch gleich den ersten Eindruck unter Druck, da sie viel zu aktiv und bizzelig sind. Es sprudelt nur so. Man bekommt so auch das Gefühl eines nicht allzu weichen Wassers. Der Hopfen wirkt bemüht, verströmt aber in Ansätzen eine leichte Unreife. Eine starr-bittere Holzigkeit macht vor allem den Abgang ungemütlich. Hier wirkt das Aroma recht kantig und unbeweglich. Vom Malz kriegt man nicht mehr allzu viel mit. Die Zutaten sind nicht sonderlich harmonisch, greifen eher ungelenk als wie geschmiert ineinander. Die Übergänge sind zu abrupt und harsch. Wirkliche Stimmung kommt wenig auf. Dazu fehlt es diesem Pils an Charme und Spielfreude. Das ganze wirkt zu bitter und auch ein bisschen einfallslos. Auf jeden Fall keine runde Sache. Man müht sich zum Schluss hin etwas.

Fazit: Brückenpils
Wertung: + + - [t 06/07]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: JA
Zutaten: Wasser, Malz, Hopfenextrakt