Sierra Nevada Stout (5,8 %) 0,35er Flasche seit ? aus Chico in den USA:


Klasseschaum! Dunkelbeige. Cremige Struktur. Standhaftes Bild. Überlegenes Volumen. Das ist schon mal absolut topp. Drunter ein fast vollkommenes Schwarz. Einzig ein dunkler Bordeauxschimmer glimmt ganz tief drinnen. Der Geruch ist für ein Stout ungewöhnlich fruchtig. Schwarze Beeren. Eine Spur Lakritz. Weintrauben. Etwas blütenhaftes Frisches. Mokka. Kaffee. Tabak. Die Trockenheit ist unter Kontrolle, übertreibt nicht. Das Röstmalz sei nicht vergessen, ebenso diese im Hintergrund agierende Säuerlichkeit.
Der Antrank um Welten trockner, erdiger und schwärzer als der Duft. Extrem beinahe. Aber gut. Interessant. Sehr viel Mokka und Schokolade. Dazu ein Röstmalz, das die ganz trocknen Hosen anhat. Das Fruchtige tritt zurück. Tabak. Kaffee. Salziges. Ganz weit hinten am Gaumen ein Schimmer Karamell. Der Hopfen steuert eine dezente Grasigkeit bei und liegt im Finish lange an, mit zunehmender Zeit trockener. Im Antrank ein Hauch Weintrauben. Heidelbeeren hie und da. Das Röstmalz ist kapital und hermoniert sehr gut mit den Kaffeearomen und der Fruchtigkeit. Schweres, volles Aroma mit sehr männlicher Ausstrahlung. Nichts für Anfänger. Hier braucht man schon etwas Standvermögen. Das geht nicht so einfach die Kehle hinab. Durchaus eine Herausforderung. Öffnet man sicher aber der Extremheit dieses Stouts, dann macht es richtig Spaß. Kleine Schlücke, langsames Genießen. Dann öffnet sich das Bier und teilt reichlich aus. Das Wasser ist weich, die Kohlensäure ist gut in Form. Und trotz der überdurchschnittlichen Aromadichte wird ein ansehnlicher Süffigkeitsfaktor erreicht.

Fazit: Teilt reichlich aus
Wertung: + + + + + [t 09/09]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: JA
Inhaltsstoffe: Wasser, Malz, Hopfen, Hefe