| St. Wendeler Brauburger Pils (4,8%): Die Wendalinus-Bräu aus dem
Saarland existiert seit 1836. Das Label ist ein wenig hausbacken und nicht
gerade einfallsreich. Die Information über die Geschichte dieses Trunks
bleibt auf der Strecke. Der Geschmack ähnelt dem eines mittleren bis unteren
Durchschnittspilsener: Vom Prinzip her durchaus trinkbar. Jedoch vermißt
man den eigenen Charakter dieses Bieres. Das Aroma ist ein wenig zu risikolos.
Und irgendwie werde ich den Verdacht nicht los, dieses Pils würde von den
gleichen Brüdern wie das Ottweiler
Pils stammen (exakt gleiche Schlagzahl!). Die zwei Orte liegen ja nur
einen Steinwurf voneinander entfernt. Selbst beim Vergleichstest mit geschlossenen
Augen - zwei verschiedene Gläser! - konnte ich keinen großen Unterschied
ausmachen. Das St. Wendel ist eine Spur herber. Ansonsten nehmen sich die
beiden in keinem Stadium viel. Das Brauwasser ist sicher das gleiche. Nun
gut. Wie dem auch sei. St. Wendel erreicht sicher nicht die höheren Bierweihen.
Aber eine Niete ist es auch nicht. Durchschnittlich herb, unspektakulär
im Aroma, verbesserungswürdig im Abgang, Abstimmung der Zutaten befriedigend.
Aber auf jeden Fall leckerer wie der Karlsberg-Schrott aus der Nähe. Trotzdem
sind die Saarländer um ihre Bierkultur nicht zu beneiden. Fazit: Lausiges Bierland Saarland. Wertung: + + + - (tom 03.01.) |