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| Steffens Pilsener (4,9%) seit 1866 aus Linz in Rheinland-Pfalz: Wieder
mal eines dieser Pilsbiere, die eher durch ihre malzige Note aufhorchen
lassen, denn durch hopfiges Aroma. Hier mischt sich klar enorm viel Malz
hinein. Also wirklich. Das wäre bei manch anderer Brauerei ein eindeutiges
Helles bzw. Export oder Festbier. Es hat ein malzig-blumiges Aroma, das
eines vermissen läßt: den Hopfen. - - - "Premium-Pils." Ob man dieses Bier
so bezeichnen kann, darüber könnte man streiten. Nur phasenweise erhascht
man ihn. Den Hopfen. Ansonsten überwiegt eine malz-aromatische Note. Diese
aber präsentiert sich in guter Form. Würde man den Begriff "Pils" vom Etikett
wischen, so hätte man mit diesem Gerstensaft der Steffens-Brauerei ein brauchbares
Bier. Sanftes Wasser und eine Kohlensäure, die den Zutaten ein weiches Bett
gibt. Es entwickelt sich ein interessantes Aroma. Die Richtung geht in blumig-aromatisch
und karamel-lastig. Das alles aber sehr gut abgestimmt. Gut bekömmlich.
Fein ausgewogen. Süffig, werthaltig, vollmundig. Nur den Hopfen vermißt
man. Von Herbe kaum eine Spur. Das ist schon verwirrend. Entweder haben
die Jungs falsch abgefüllt, das Export mit dem Pils-Label versehen, oder
dieses Pils ist eines der am wenigsten herben. Bzw. eines der ganz süßen.
Aber es steht ja noch das Helle gleicher Brauerei im Kühlschrank. Da werden
wir ja sehen, was Phase ist. Auf jeden Fall ist diese ein Bier, das ausgewogen,
rund, bekömmlich, weich und schmackhaft ist. Es macht Spaß dieses Bier zu
trinken, es wirkt sympathisch und nach jedem Schluck freut man sich auf
den nächsten. Dass es kein richtiges Pils ist, dass ihm die klassische Herbe
fehlt, das sei ihm verziehen. Denn es bietet über allem einen echten Trinkgenuß.
Und das ist das wichtigste. Außerdem. Wenn man sich richtig konzentriert.
Augen und Ohren schließt und die Geschmacksnerven sensibilisiert. Ja dann
kann man auch den Hopfen entdecken. Irgendwo am Rande wummert er herum.
Stark genug, um diesem Bier seinen Stempel aufzudrücken. Wenn es auch ein
kleiner ist. "Bierfreunde und Experten schätzen das edle Hopfenaroma
dieses Spitzenpilseners." Man. Ich glaube, die haben wirklich das Falsche
Etikett auf die Flasche geklebt. Das ist doch kein Pils. Ein gutes Bier
ist es. Aber ein klassisch-herbes Pils? Auf gar keinen Fall. Vor allem der
Abgang. Dominiert von Malz, Karamel und Blume. Lecker. Süffig. Ausgewogen.
Doch scheinbar und offensichtlich an der ursprünglichen Idee vorbeigebraut.
Fazit: Wo ist das Pils? Wertung: + + + + + (t 08/02) Im Internet unter www.brauerei-steffens.de |
| Steffens Pilsener Premium Pils, Privatbrauerei Steffens,
Linz am Rhein, Deutschland, Feinherbers frisches Premium-Pils, alc 4,9%vol: Ein mildes Bier, das eigentlich bei mir nicht "Premium" heissen dürfte. Aber das kann ja in Deutschland jeder Brauer selber entscheiden. Hopfenherb, mildes frisches und fruchtiges Malz, mäßige Kohlensäure. Ein Bier im Mittelmaß. Es reißt mich nicht gerade vom Hocker, aber mal abends im Hotelzimmer als "Betthupferl" mag's gerade so gehen. Trinkbar ohne Komplikation. Fazit: Mildes Betthupfer'l Bewertung: + + + (Dieter 06/04) Reinheitsgebot: Ja |