Thomaskirch-Bräu Weizen Dunkel (?) seit ? aus Leipzig in
Sachsen:
Was ist das denn für ein Geruch?! Sehr seltsam. Nicht unbedingt
schlecht aber sehr ungewöhnlich. Irgendwo erinnert es mich an Motoröl.
Aber auch Malz, etwas modrig, und Honigkaramel. Daneben aber auch etwas
leicht scharfes, putzmittelartiges. Auf jeden Fall facettenreich.
Geschmacklich ist es auf den ersten Blick ähnlich dem
Hellen
Weizen angesiedelt. Fruchtig, Honig, sattmalzig. Aber hier ist auch
eine erdig-trockene Note wirft sich auf. Und der Abgang ist leerer.
Überhaupt ist die Vollmundigkeit nicht so ausgebaut wie beim Hellen.
Das Malz wirkt unausgereifter, nicht so voll und kernig. Etwas lascher,
gedämpfter. Im Antrank ähnelt es dem Hellen zwar sehr. Der
Mittelteil ist trockener (etwas erdig-staubiges taucht auf) und dünner.
Der Abgang ist kaum ein Vergleich. Im Ganzen bananiger. Aber lange nicht
so vollmundig und tief. Die Süffigkeit ist ebenfalls schwächer,
gut gelagert, aber nicht überwältigend. Hier fehlt es an Dynamik,
an Zug. Voller im ersten Augenblick als am Ende. Und auch etwas leicht
säuerlich-hefiges, das nicht unbedingt für Pluspunkte sorgt.
Dazu etwas haferflockiges, das nett ist aber nicht kräftig genug.
Überhaupt fehlt dem Bier Kernigkeit, Tiefe, Vorwärtsdrang.
Wasser und Kohlensäure sind prima. Aromatisch versetzt dieses Weizen
keine Berge, könnte aber noch als fein durchgehen, wäre nicht
diese säuerliche Note am Ende. Das macht einiges zunichte. Kein
Bier das fesselt. Aber es enttäuscht auch nicht komplett. Im Vergleich
mit dem Hellen Weizen ist allerdings ein enormer Unterschied erkennbar.
War das Helle ein wohliger Labsal, hinkt das Dunkle ganz schön
hinterher.
Fazit: Hinkt hinterher
Wertung: + + + - (t 05/05)
Gebraut nach dem Reinheitsgebot:
JA
Zutaten: Wasser, Malz, Hopfen Hefe
Im Internet unter:
www.brauhaus-thomaskirche.de