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| Vormann Sauerländer Weizenbier (5,0%) seit 1877
aus Hagen-Dahl in Nordrhein-Westfalen: Schwacher Geruch nach Cognac und Banane; vielleicht auch etwas Eierlikör. Die Farbe dunkelbraun. Der Schaum ist sicher nicht das Paradebeispiel einer Weizenkrone. Der Geschmack ist etwas eigen. Trocken und etwas luftleer, dazu etwas kantig und nicht wirklich rund. Es scheint eher Sprünge im Aroma zu vollführen als harmonisch im Geschmack zu sein. Da ist noch etwas holziges. Auch scharfes spürt man. Vielleicht liegt‘s am Wasser, auf jeden Fall wirkt dieses Weizen kantig und ruppig. Fans dieser Sorte werden vielleicht sagen, es sei rau und individuell. Ich denke, dieses Bier zählt nicht zu denen, die man mit uneingeschränktem Genuss trinken kann. Dazu fehlt es ihm an Milde, an Abwechslung, an Tiefe und Ausdruck. Aber auch an Frische und Süffigkeit. Vor allem im Nachgeschmack tun sich Gräben auf, wird es fast unangenehm in diesem hefig-scharfen, knotig-herben Ton, der sich kaum abschütteln läßt. Schade. Denn die Brauerei ist eine von denen, die zu den kleinen Familienbrauereien zu zählen sind und die in der deutschen Braukultur ihren festen Platz haben. Das Weizen aber ist nicht wirklich gelungen oder empfehlenswert. Man muß sich zu sehr anstrengen, um es zu mögen. Fazit: Vormanns Weizenrückschritt Wertung: + + + (t 08/03) Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: Ja Zutaten: Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe Im Internet unter www.vormann1877.de |