Wäldches Hell (4,2%) seit 1988 aus Frankfurt: Das macht Spaß. Man weiß an einem trüben Samstag Nachmittag nicht so richtig, was man tun soll. Plötzlich hat man die Eingebung! Seinen Testerkollegen anrufen, sich zu zweit in den Zug setzen und in die Äppelwoi-Metropole Frankfurt tingeln, um dort die örtlichen Hausbrauereien abzuklappern. Die Wäldches liegt etwas außerhalb Frankfurts, im Ortsteil Ginnheim. Das Äußere wirkt vielleicht nicht super einladend. Aber im Inneren präsentiert sich ein netter Schankraum mit Kesseln und Bottichen in der Mitte. Allerdings ist die Wäldches Brauerei ein ziemlicher Touristenschuppen. Zahllose Japaner beweisen das. Aber das Helle ist ohne wenn und aber lecker. Famos fruchtig, malzig, hopfig. Ein sehr leckeres, aromatisches, natürliches und naturtrübes Bier. Die Rohstoffe wirken natürlich und rein. Die Kohlensäure ist angenehm dosiert, der Schaum ist fein und steif. Wälches Hell ist ein bekömmliches und süffiges Bier, stößt kaum auf und schlägt das Zwölf Apostel Hell eindeutig. Also. Wer mal die Chance hat in dieses Frankfurter Brauhaus einzukehren, der tue das. Er findet zuvorkommendes Personal, gut-bürgerliche Küche und ein vorzügliches Bier. Die Preise sind zwar gesalzen. Dafür wird man angenehm bewirtet und findet sich in internationaler Gesellschaft wieder. Und die Stadt Frankfurt beweist mit diesem Hellen, das dort richtig gutes Bier gebraut wird.
Fazit: Ein frisches Helles für 2,70 €
Wertung: + + + + + - (minerl & t 07/02)
Im Internet unter: www.waeldches.de