Waidbauer classisch Export (5,4 %) seit ? aus Liusenthal in Thüringen:


Gebraut und abgefüllt für Stutzhäuser Brauerei in 99885 Luisenthal. Diese anonymen oder sog. unbiskanten Biere nehmen langsam einen großen Teil der Sortenlandschaft für sich ein. Landfürst. Fürstenpils. Königsexport. Namen, so austauschbar, wie die Begriffe. Oft gilt das auch für die Biere. Hier baut sich der Schaum gelungen auf, der Stand hingegen erfreut weniger. Relativ feinporig sorgt er für ordentliche Stimmung. Die Farbe dieses Exports ist ziemlich hell. Der Geruch ist malzig, frisch-spritzig-säurig-citrusartig. Nicht wirklich warm.
Der Antrunk hingegen wirkt dynamischer und organischer, ausgewogener. Das Malz hat die Hosen an, wird von einer feinsäuerlichen Citrusnote begleitet. Daneben orgelt noch etwas Bitter-Unreif-Dumpfes rum. Harmonie oder Milde sucht man mühsam. Wirklich gut süffig ist es nicht. Zwar offenbart dieses Bier eine ordentliche Basis und scheint auch handwerklich ordentlich umgesetzt worden zu sein. Dennoch kann man nicht übersehen, dass hier sicher nicht Leute am Werk waren, die sich mit ihrem Produkt und der dahinter stehenden Tradition identifizieren. Man hat eher das Gefühl, hier wurde etwas aus dem Boden gestampft. Allerdings wurde das im Vergleich anderer Massenbiere gar nicht mal schlecht gemacht. Vor allem die Gerste verströmt einiges and Aroma und Geschmack. Malzig, etwas grob und ansatzweise unreif sowie leicht strohig, und eine leicht citrusfruchtige Note. Fertig ist das Bier. Erwähnen sollte man noch das ansprechende Wasser - - die Kohlensäure könnte eine Spur feiner sein. Der Abgang ist sicher ausbaufähig. Das Zusammenspiel der Zutaten könnte auch filigraner sein. Dennoch. Für wenig Geld ein ordentliches Bier. Keine Referenzklasse, aber passabel trinkbar. Da gibt es eindeutig schlechtere.

Fazit: Aus Luisenthal
Wertung: + + +* [t 02/07]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: JA
Inhaltsstoffe: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen