Winkler Amberger Pils (4,7 %) Braustätte seit 1617 aus Amberg in Bayern:


Ansehnlicher Schaum. Vor allem der Stand beeindruckt. Der Geruch ist eindeutig hopfig und hier garniert mit einem Schuss Zitrone. Das Ganze etwas scharf und eher unausgewogen denn mild. Daneben stört eine leicht gemüseartige und dumpfe Nuance den Ablauf. Farblich geht dieses Pils in eine recht dunkle Richtung.
Das hopfige dieses Pilsbieres hat eine leichte Belegheit und wirkt nicht komplett frei. Das Aroma wirkt unrund und hart. Die Vollmundigkeit ist nicht perfekt. Die Betonung lieg in den ersten beiden Dritteln durchaus auf dem Malz. In Finish hin kommt der Hopfen immer stärker in Fahrt. Eine sehr trockene und leicht metallische Note stört diesen, wie überhaupt der Geschmack nicht wirklich frisch und spritzig. Bleibt noch zusagen, dass der Hopfen eine etwas strenge Note besitzt, wenn auch eine leichte Grasigkeit eingreift. Das Wasser nicht unangenehm und die Kohlensäure ordentlich ist. Es entsteht wenig Stimmung und Dynamik. Der Geschmack ist unrund nicht verströmt wenig Reife. Der Körper glänzt nicht eben durch Komplexität. Das Metallische, Trockene stört. Kein Bier, das beeindruckend. Eher eines, das Fragen aufwirft. Kein großer Spaß, hier zuzuschlagen.

Fazit: Fragen
Wertung: + + +
[t 04/08]
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: JA
Inhaltsstoffe: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt