Lasko Pivo Club (4,9 %) seit 1825 aus Lasko in Slowenien:
Das Dosenbier offeriert einen mittelporig bis groben Schaum, der aber einen Stand aufweist. Geruchlich ist es stark malzig angehaucht. Die Farbe ist kräftig. - - OK. Dieses brutal unharmonisch. Und eben sehe ich auch, dass es im Februar 2005 abgelaufen ist. Heute ist der 24.04.05. Wobei. Das könnte auch das Herstellungsdatum sein. In einer Hotelbar wird doch ein Bier nie schlecht, oder? Eher ungewöhnlich. Der Geschmack ist sehr kantig und hakeligt, dazu sehr malzig und süß. Ich weiß nicht, ob dieses Dosenbier dem Bier in der Flasche von vorhin am Fluss entspricht. Die äußere Gestaltung spricht klar dagegen. Das andere war grellgrün. Der Geschmack hingegen weist Parallelen auf. Hier jedoch kommt noch eine Komponente hinzu, die dem Flaschenbier fremd war. Das unrunde, künstliche diese Disharmonie. Dazu viel Metall. Viel zu viel Metall. Absolut kein Genuss aus der Dose aus der Hotelbar. Ist wirklich ein Reinfall. Höllisch hart. Viel zu belegt. Viel zu wenig Milde und Bekömmlichkeit. Das quält sich seinen Weg nach unten. Schade. Denn hier käme wieder mal diese allgemeingültige Metapher zur Anwendung: knapp 800 KM gefahren. Drei Länder durchreist. Das erste Mal in Slowenien. Ewig gebraucht, bis man zu dem Hotel in der Altstadt gefunden hat. Die Koffer hochgeschleppt. Das Zimmer abgewohnt aber sauber. Eine Minibar! Unter Strom!! Der Inhalt kalt. Ein Bier! Einschenken. Füße hoch. Entspannen. Aber spätestes hier ist es mit der Idylle vorbei. Denn die Dosen entlässt keinen Genuss sondern große Enttäuschung und Ernüchterung. Da möchte man sich beinahe wieder ins Auto setzen und nochmals 800 KM fahren um an besseres Bier zu kommen.
Fazit: Hotelbarmetall
Wertung: + - (t 04/05)
Gebraut nach dem Reinheitsgebot von 1516: ?
Zutaten: k.A.
Im Internet unter: www.pivo-lasko.si
Lasko Zlatorog Club (4,9%) aus Lasko in Slovenien: Na da lass' ich die Flasche schön ploppen und dann verrät mir der Deckel den Kniff mit dem Dreh'. Anyway, schön geflogen ist er auf jeden Fall. Und eingeschenkt - wie ein güldener Spätsommertag strahlt der Slovene aus dem Glas. Man stelle sich vor am Ende eines arbeitsreichen Tages befreit der Bauer noch seine mit sattem Mutterboden befleckten Rechen und Gabeln, die Magd ruft mit verheissungsvoller Stimme: Das Zlatorog ist eingeschenkt Bau'r. Den 100 Meter Spint verliert garantiert jeder aufgepumpte Olympionike. Doch die Vorfreude verblasst. Zlatorog Club ist zwiefelsohne ein süffiger Zeitgenosse, die Farbe trumpft auf, aber nach den ersten Schlücken scheint man fast schon vergessen zu haben, dass gerade ein frisches Bierchen die trockene Kehle hinunter rann. Der Abgang ist leider nicht so spektakulär wie die bezaubernden slovenischen Alpen. Ideal eignet sich das Zlatorog als Einsteigerbier. Wer es also nicht so herb angehen lassen will, und damit sei der Nachwuchs angesprochen, findet auf dem Jugendzeltplatz von Banja Luka mit Zlatorog einen süffigen Beginn in das Pfadfinderwochenende.
Fazit: Für Pfadfinder und andere Heranwachsende
Wertung: + + + - (stl. 11/02)
PS: Vielen Dank an Boban für die bereichernde Spende
Im Internet unter: www.pivo.lasko.si