Zum Schad Märzen (5,45 %) seit 1993 aus Halle in Sachsen-Anhalt:
„Am 08.09.2000 kehrten Michail Gorbatschow und Hans-Dietrich-Genscher
„Zum Schad“ ein.“ Dies steht in großen
Lettern auf der Fassade geschrieben und ist zurecht ein Punkt, auf den
man stolz sein kann. Glücklicherweise schenken die Leute auch an
nicht so ganz wichtige Personen aus, und so komme ich zu einem Märzen,
das mit einem wohl konfigurierten Schaum ins Auge sticht. Die Farbe
ist klares Bernstein. Der Geruch ist blumig, trägt viel Karamell
in sicht, wirkt voll, rein, klar. Gute Aussage.
Malzwürziger Antrank. Gute, feste Herbe. Sehr charaktervoll und
kräftig sowie eigenständig. Der Geschmack ist herzhaft malzwürzig.
Das Aroma isst farbenfroh und hat in dem knackigen Malz ein Highlight.
Der Hopfen ist lbumig-trocken-herb und von guter Qualität. Dazu
finden sich Spuren von Vanille, weniger Honig sowie ein Schimmer Harz.
Ein leicht rauchiger und korkiger Ton ist sehr interessant und in der
Verbindung mit einem trockenen Sandelholzton edel in der Wirkung. Das
Wasser ist weich. Die Abstimmung ist rund und harmonisch. Ein sehr mildes,
sehr süffiges, sehr aromatisches Bier, das rundum gelungen ist.
Die Vollmundigkeit bewegt sich auf sehr hohem Niveau. Die einzige (mögliche)
Schwäche: dieses Märzen ist sehr mastig und etwas schwer.
Im Abgang ist der Geschmack ordentlich bitter und gut trocken. Ein außergewöhnliches
Bier mit viel Hausbrauereicharakter.
Fazit: Gorbatschow was there
Wertung: + + + + + - [t
03/09]
Im Internet unter:
www.zum-Schad.de